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Rhein-Main-Region : S-Bahnen bleiben bei der Bahn

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Noch ist ungewiss, was genau mit der S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet in den nächsten Jahren geschehen wird. Bild: Eilmes, Wolfgang

Die DB Regio gewinnt alle Ausschreibungen und der RMV befürchtet Preiserhöhungen.

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          Die Deutsche Bahn wird weiterhin den gesamten S-Bahn-Verkehr in der Rhein-Main-Region betreiben. Sie hat den vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ausgeschriebenen Wettbewerb um alle drei Bündel der S-Bahn-Linien gewonnen. Der Aufsichtsrat des RMV unter Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) hat Mittwoch der Geschäftsführung des Verbundes die Erlaubnis erteilt, die Bahn-Tochter DB Regio über das Jahr 2014 hinaus mit dem Betrieb aller S-Bahnen zu betrauen.

          Die DB Regio habe, so heißt es in einer Mitteilung des RMV, in allen drei S-Bahn-Wettbewerben die wirtschaftlichsten Angebote abgegeben. Die Linien S1, S7, S8 und S9 sollen jetzt mit einer Laufzeit von 22 Jahren an die Bahn-Tochter vergeben werden, die Linien S3, S4, S5 und S6 sowie gesondert die Linie S2 für jeweils 15Jahre.

          Die S-Bahnen sind die wichtigsten Verkehrsmittel im Zugverkehr des RMV

          Die alten Verträge mit der Bahn laufen im Jahr 2014 aus. Der RMV hatte vor 17Monaten zum ersten Mal die S-Bahn-Linien ausgeschrieben in der Hoffnung, für weniger Geld mehr Leistungen zu erhalten. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wurde, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen, weil der RMV bisher keine Details zu den Verträgen genannt hat. Einzelheiten könne er erst mitteilen, wenn in etwa zwei Wochen der Zuschlag rechtlich unanfechtbar erteilt worden sei, gab RMV-Geschäftsführer Knut Ringat gestern bekannt. Mit den erzielten Ergebnissen könnten aber zahlreiche Verbesserungen für die RMV-Kunden erreicht werden.

          Die S-Bahnen sind die wichtigsten Verkehrsmittel im Zugverkehr des RMV. Sie befördern zwei Drittel der Zug-Fahrgäste. Mittlerweile verkehren sie relativ pünktlich, mit einem Wert von 96,5 erreichten die S-Bahnen laut RMV einen Höchstwert. Die Zahl der Passagiere im Verbundgebiet ist weiter steigend: Im vergangenen Jahr haben die Busse und Bahnen im Regional- und Nahverkehr 667Millionen Fahrgäste an ihr Ziel gebracht. Das sind sieben Millionen mehr als 2009.

          Sorgen macht man sich im RMV-Aufsichtsrat über die von der Landesregierung geplanten Kürzungen von 20 Millionen Euro bei den drei hessischen Verkehrsverbünden. Bleibe es dabei, müsse man im nächsten Jahr die Preise außergewöhnlich stark anheben oder das Angebot reduzieren. Die Lage wird laut Ringat dadurch verschärft, dass eine „riesige Kostenwelle“ auf den Verbund zurolle. Nach jetzigem Stand müsse der RMV der Bahn im nächsten Jahr rund acht Millionen Euro mehr für die Nutzung von Schienenstrecken und Stationen überweisen. Probleme bereitet dem Verbund außerdem der Engpass im Schienennetz der Ballungsregion.

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