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Obstbäume freigegeben : Gelbes Band heißt Erntezeit

  • -Aktualisiert am

Erntezeit: Von Bäumen mit gelben Bändern können Passanten das Obst holen Bild: dpa

In der Wetterau haben die Stadt Nidda und Privatleute jene Obstbäume mit gelben Bändern markiert, die Bürger abernten gratis dürfen. Auch andernorts flattern solche Bänder an Baumstämmen.

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          Wer dieser Tage frisches, heimisches Obst genießen möchte, der sollte nach gelben Bändern Ausschau halten. Nachdem schon einige andere Städte und Gemeinden diesem Trend folgen, werden jetzt auch in Nidda jene Obstbäume markiert, die von den Bürgern abgeerntet werden dürfen. Die Eigentümer können oder wollen das Obst – zumeist Äpfel und Birnen – nicht selbst ernten und geben die Früchte frei. Jedoch sollten die „Erntehelfer“ darauf achten, die Bäume nicht zu beschädigen. Wichtig ist zudem: Wer die Grundstücke betritt, handelt auf eigene Gefahr und kann entsprechend die Eigentümer nicht haftbar machen, falls etwas passiert.

          Bürgermeister Hans-Peter Seum sagt: „Die Stadt Nidda markiert dieses Jahr erstmals Obstbäume mit einem gelben Band und stellt den Bürgern damit eigene, unverpachtete Obstbäume zur Ernte zur Verfügung.“ An verschiedenen Orten seien schon gelbe Bänder zu sehen, so zum Beispiel am Stehfelder Weg. Eine Liste der freigegebenen Bäume, die fortlaufend ergänzt wird, findet sich auf der Website der Stadt unter „Umwelt“.

          Alte Obstbäume sind wichtig für den Artenschutz. Das alte Holz bietet hervorragende Lebensbedingungen für vielerlei Tierarten. Doch oft werden die Bäume nicht mehr gepflegt und das Obst verrottet. Die gelben Bänder sollen helfen, dass zumindest die Ernte gerettet wird. Darüber hinaus, darauf weist die Stadtverwaltung hin, können offensichtlich ungenutzte Bäume oft längerfristig gepachtet werden. Ferner sind auch Patenschaften für Obstbäume möglich. Wer seine privaten Bäume markieren und damit freigeben möchte, kann sich bei der Stadtverwaltung Nidda melden und gelbe Bänder abholen.

           

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