Grüne und Dannenröder Forst : Der Preis der Ambivalenz

Die interessanteste Frage im Streit um die Rodungen im Dannenröder Forst ist inzwischen, was der Konflikt um die A49 mit den Grünen macht. Abspaltungssignale sind ein Symptom für ein weithin herrschendes Unwohlsein.
Das Gelände im Dannenröder Forst, durch das die Trasse der Autobahn 49 geführt werden soll, wird voraussichtlich noch vor Weihnachten geräumt sein: viel früher, als die Polizei erwartet hatte. Mit dem Wintereinbruch wird es noch ungemütlicher im Wald, als es ohnehin schon war. Manche „Besetzer“, so hört man, sind inzwischen sogar froh, endlich aus den Plattformen in schwindelerregender Höhe auf sicheren Grund und in eine warme Stube gebracht zu werden. Der breite Aufruf zum friedlichen Protest, von der evangelischen Kirche initiiert, kommt daher ziemlich spät. Andererseits: Für den Appell, Respekt vor den Menschen auf beiden Seiten zu zeigen, ist es nie wirklich zu spät.





