Fünfte Jahreszeit :
Narrenfreiheit als Bürgerpflicht

Markus Schug
Ein Kommentar von
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„Helau“: Karnevalisten ziehen am Neujahrstag durch Mainz.
„Helau“: Karnevalisten ziehen am Neujahrstag durch Mainz.Michael Hinz

Andernorts gibt es sie gar nicht: die fünfte Jahreszeit, die in Städten wie Mainz an kalten und trüben Wintertagen für überschäumende Lebensfreude sorgt.

Die einen finden es einfach nur grauenhaft. Andere können es kaum erwarten, wenn am Neujahrsmorgen in Mainz zum ersten Mal nach monatelanger Fastnachtsabstinenz endlich wieder der Narrhallamarsch ertönt. Dass es die „fünfte Jahreszeit“, die gemeinhin vom 1. Januar bis Aschermittwoch dauert, in anderen Regionen Deutschlands gar nicht gibt und sie dort auch nicht wirklich vermisst wird, lässt sich von jenen kaum  nachvollziehen, die in einer der Karnevalshochburgen am Rhein – also etwa in Köln, Düsseldorf oder Mainz – zu Hause sind. Für sie wäre ohne die tollen Tage mit Prunksitzungen, Umzügen, Ordensverleihungen und Maskenball das ganze Jahr Aschermittwoch.

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