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Arbeiten am Kinzigstausee : Die Fische sind umgezogen

Ungewohntes Bild: Wo sonst viel Wasser ist, sprießt jetzt das Grün in der Kinzigtalsperre. Bild: Lando Hass

Der Kinzigstausee bietet noch für kurze Zeit einen seltenen Anblick: Grün sprießt es im eigentlich tiefblauen Stausee. Das Wasser wurde abgelassen, weil am Staudamm gearbeitet wird. Bald soll dieser aber wieder befüllt werden.

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          Der See ist zu einem Bach geworden. Wo sich das Wasser sonst meterhoch staut, hat es sich einen Weg gesucht und ein Bachbett gefunden. Zum Vorschein gekommen ist wieder eine aus Holzbohlen errichtete Brücke, die das frühere Flussbett der Kinzig überspannt und die unter Wasser steht, wenn der Kinzigstausee geflutet ist. Auf dem Grund des Sees ist Grünzeug gewachsen, weil das Staubecken bei Bad Soden-Salmünster für Arbeiten an der 550 Meter langen Staumauer geleert worden ist. Denn eine Kontrolle des 14 Meter hohen Staudamms und der technischen Anlagen, die alle 20 Jahre vorgeschrieben ist, ist in diesem Jahr an der Reihe.

          Jan Schiefenhövel
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dazu wurde schon den Sommer über das Wasser nach und nach abgelassen, nicht mehr als 30 Zentimeter pro Tag. Ein schnelleres Sinken des Pegels hätte nachteilige Folgen für das Grundwasser. Zuerst wurden die im See lebenden Fische gefangen und in andere Weiher umgesiedelt, wie es vom Wasserverband Kinzig heißt, der die Staumauer betreibt. Damit wurde ein Fischereiunternehmen von der Ostsee beauftragt, das zwölf Tonnen Fisch lebend abgefischt hat.

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