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Parkgebühren erhöht : Für 20 Minuten Parken ein Euro

  • -Aktualisiert am

Volles Haus in spe: Im Vergleich zum Parken auf der Straße sollen Parkhäuser in Frankfurt zukünftig billiger sein. Das soll die Auslastung der Häuser erhöhen. Bild: von Siebenthal, Jakob

Um gleich 50 Prozent wird in Frankfurt das Parken am Straßenrand teurer, so hat es der Magistrat beschlossen. Dadurch sollen die Parkhäuser besser ausgelastet werden, schließlich habe die Stadt viel in diese investiert.

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          Das Parken an der Straße wird im nächsten Jahr teurer. Der Magistrat hat in seiner Sitzung gestern einer entsprechenden Vorlage des Verkehrsdezernats zugestimmt. Danach sollen Autofahrer für 20 Minuten Parken am Straßenrand einen Euro entrichten. Bisher durfte man für einen Euro eine halbe Stunde lang seinen Wagen abstellen. Die Regelung gilt nur für Straßen mit Parkuhren und Parkscheinautomaten. Wenn sie in Kraft getreten ist, kostet das Parken im Parkhaus weniger als an der Straße.

          Die Gebührenerhöhung ist Teil der Bemühungen des Magistrats, das Haushaltsdefizit auch durch die Anhebung von Gebühren zu verringern. Jedes Dezernat hat von Kämmerer Uwe Becker (CDU) Sparziele bekommen. Zu deren Erfüllung können die Dezernenten auch Gebühren erhöhen.

          IHK: Preiserhöhung überzogen

          Der für den Verkehr zuständige Stadtrat Majer hält die Verteuerung des Parkens an der Straße nicht zuletzt deshalb für gerechtfertigt, weil die Gebühren dafür seit Jahren gleich geblieben sind. Kunden von Bussen und Bahnen hätten dagegen jedes Jahr eine Preiserhöhung hinnehmen müssen. Es sei nicht klug gewesen, die Parkgebühren eine so lange Zeit auf dem gleichen Niveau gehalten zu haben. Denn jetzt sehe man sich gezwungen, sie gleich um 50 Prozent zu erhöhen.

          Nach Majers Ansicht muss die Stadtregierung darauf achten, dass in der City und den innenstadtnahen Stadtteilen das Parken in Parkhäusern gegenüber dem Parken an der Straße günstiger ist. Frankfurt habe viele Millionen Euro in seine Parkhäuser investiert und sei darauf angewiesen, dass sie gut ausgelastet seien.

          Die Industrie- und Handelskammer hält die Preiserhöhung dagegen für überzogen. Die Leidtragenden seien die Inhaber von Fachgeschäften an den Seitenstraßen. Für sie sei es gegenüber den Ketten ein Wettbewerbsvorteil, dass Kunden ihr Auto vor dem Laden abstellen und dort etwas kaufen könnten. Der Verkehrsclub Deutschland bezeichnete hingegen die Gebührenerhöhung nicht nur als gerechtfertigt, sondern auch als längst überfällig.

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