FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Umstrittene Methode :
„Tauben das Genick brechen ist Arbeit“

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Demonstrationsobjekt: Berthold Geis neben einem Taubenfangschlag, den er zu Anschauungszwecken hinter seinem Haus aufgebaut hat.
Demonstrationsobjekt: Berthold Geis neben einem Taubenfangschlag, den er zu Anschauungszwecken hinter seinem Haus aufgebaut hat.Lucas Bäuml

Berthold Geis tötet Stadttauben für Firmen und Kommunen und erfährt viel Nachfrage. Gleichzeitig zieht er den Zorn von Tierrechtsaktivisten auf sich. Die Polizei fährt Streife zu seinem Schutz.

Der Mann mit der gerichtlichen Lizenz zum Tauben-Töten heißt den Gast lächelnd und mit einem warmen Händedruck in seinem Haus mit Blick ins Grüne willkommen. „Geh’n Se gleich durch“, sagt Berthold Geis und deutet auf sein Büro. Ein paar Schritte geht es vorbei an einer Galerie von Rotfuchsfellen und ein paar ausgestopften Greifvögeln. Der Mann ist Jäger und Falkner, doch darum soll sich das Treffen nicht drehen. Geis möchte den Waidmann und Greif-Halter von der Tätigkeit getrennt wissen, mit der er seit einem Mehrheitsbeschluss der Limburger Stadtverordneten wieder einmal in die Schlagzeilen geraten ist. „Ich könnte auch Balletttänzer sein“, sagt er. Oder Gärtner. Oder was auch immer. Stadttauben töte er weder als Jäger noch als Gärtner, sondern als der einschlägig berechtigte Anbieter Berthold Geis.

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