Michelstadt : Malerei als Jukebox
Er braucht für seine höchst dekorativen „Targets“ nicht einmal mehr einen Pinsel: Jürgen Paas zeigt neue Bilder in der Galerie Kautsch.
Michelstadt ⋅ Immerhin, es kostet nichts. Man muss nicht, wie noch vor vierzig oder fünfzig Jahren, eine Deutsche Mark einwerfen, um dann – man drücke, sagen wir, B5 oder A7 – Barbara, Chicago oder Peggy March zu hören. Und doch möchte man sich gar zu gerne etwas wünschen vor Jürgen Paas’ aktuellen „Jukebox“-Bildern. Vor „Blinky Blinky“ auch oder den spektakulären, kaum von ungefähr auf Jasper Johns oder auch Kenneth Noland verweisenden „Targets“, mit denen sich der in Essen lebende Künstler nun erstmals in der Galerie Veronica Kautsch in Michelstadt vorstellt. Denn es wird einem hier und da doch buchstäblich zu bunt. Zu schick. Zu dekorativ. Und es sieht zunächst mehr als alles andere verboten gut aus.
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