Verblasster Glanz : Goethepreis

Ein Preis zu Ehren der bedeutendsten Gestalt der Frankfurter Lokalhistorie: Löste der Goethepreis in den Achtzigern noch Kontroversen aus, büßt er seit Jahren immer mehr an Bedeutung ein.
Nichts liegt der Gegenwart ferner, als zu „großen Männern“ aufzuschauen. Das war knapp zehn Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs noch anders. Dabei war die Zeit der bürgerlichen Goethe-Verehrung schon vorbei. Nicht mehr als Inbegriff des unermüdlich Tätigen und Schöpferischen, somit als Vorbild für Erfindungsreichtum und Erfolgsstreben des aufstrebenden Bürgertums im 19. Jahrhundert, galt der Sohn Frankfurts nun. Sondern als Universalist, als Weltbürger, als Vordenker Europas, ja: einer geeinten Menschheit.






