Pussy Riot sagt ab : Nicht mit Netrebko in einem Festival

Der Intendant hat sie nach der Absage ukrainischer Künstler eingeladen, jetzt sagen Pussy Riot ihre Performance bei den Maifestspielen ab.
Sie wollen keine Lückenbüßer sein: Die russische Punkgruppe Pussy Riot sagt ihren Auftritt bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden wieder ab. Auf ihrem Twitterkanal teilt die Gruppe mit, dass sie weder gewusst habe, dass auch Anna Netrebko Gast des Festivals sein werde. Auch über die Diskussion darüber habe man nichts gewusst. Noch hätten die Künstlerinnen gewusst, dass sie ein Loch stopfen sollten, das durch die Absage von ukrainischen Künstlergruppen entstanden sei. Man erkläre sich mit den ukrainischen Künstlern solidarisch und sage daher ab. Erst wenige Stunden zuvor hatte der Intendant des Staatstheaters Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, das Programm der Maifestspiele vorgestellt. Pussy Riot hätten am 24. Mai auftreten sollen. Dem vorausgegangen war eine heftige Debatte um die Teilnahme der Starsopranistin Netrebko. Ihretwegen hatten die Ukrainischen Nationalphilharmonie und das Taras-Schewtschenko-Theater aus Charkiw ihre Gastspiele abgesagt, angeblich lediglich auf Druck der ukrainischen Politik. Die Künstler selbst, hatte es während der Programmvorstellung geheißen, wären sehr gern gekommen. Laufenberg sprach von einer „Moralhysterie“.
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