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Frankfurter Forschung : Neuer Effekt von Remdesivir für Corona-Therapie entdeckt

Hilft vielleicht auch in der nächsten Pandemie: das Virostatikum Remdesivir Bild: dpa

Im Kampf gegen Covid-19 hat sich Remdesivir bisher nicht als Wunderwaffe erwiesen. Vorschnell abschreiben sollte man das Medikament aber auch nicht, wie eine Studie von Frankfurter Forschern zeigt.

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          Bei der Infektion einer Zelle sorgt SARS-CoV-2 nicht nur dafür, dass die Wirtszelle neue Viruspartikel herstellt. Der Erreger unterdrückt auch Abwehrmechanismen der Wirtszelle. Dabei spielt das Virusprotein nsP3 eine zentrale Rolle. Nun haben Forscher der Frankfurter Goethe-Uni in Kooperation mit dem schweizerischen Paul-Scherrer-Institut herausgefunden, dass ein Abbauprodukt des Medikaments Remdesivir an nsP3 bindet.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dies deutet auf einen weiteren, bisher unbekannten Wirkmechanismus von Remdesivir hin. Der könnte wichtig für die Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2 sein.

          Angriff auf Virusprotein

          Das Virostatikum Remdesivir wurde zur Störung eines wichtigen Schritts in der Vermehrung von RNA-Viren entwickelt, zu denen SARS-CoV-2 gehört: die Vervielfältigung des viruseigenen Erbguts. Dabei entsteht in einem Schritt eine Substanz namens GS-441524. Wie die Wissenschaftler um Stefan Knapp vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Uni herausfanden, zielt diese Substanz auf das Virusprotein nsP3 von SARS-CoV-2, das unter anderem die Aufgabe hat, die Abwehrreaktion der Wirtszelle zu unterdrücken.

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