FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Frankfurter Kabarett :
Die „Schmiere“ sprudelt immer noch

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Wenn schon, denn schon: Den Superlativ „schlechtestes Theater der Welt“ verpasste die „Schmiere“ sich selbst. Leiterin Effi Rolfs hält im Stuhl-Sammelsurium die Stellung.
Wenn schon, denn schon: Den Superlativ „schlechtestes Theater der Welt“ verpasste die „Schmiere“ sich selbst. Leiterin Effi Rolfs hält im Stuhl-Sammelsurium die Stellung.Frank Röth

Das von ihrem Vater gegründete Kabarett war für Effi Rolfs wie ein Kindergarten. Vor 34 Jahren übernahm sie die Leitung – und bis heute wird im Keller des Karmeliterklosters gegen den Stachel gelöckt.

Sein literarisches Kabarett ironisch „Schmiere. Das schlechteste Theater der Welt“ zu nennen – das zeugt von Mut. Rudolf Rolfs, der Gründer dieses bis heute im Sperrmüll-Look bestehenden Etablissements, ein hochpolitischer Mensch, der seine Lebensaufgabe darin sah, die Spießer zu piksen und zu stechen, vertraute darauf, dass sein Publikum die provokante Namensgebung als ein aufmüpfiges Zeichen gegen das etablierte Theater und die bürgerliche Selbstzufriedenheit verstehen würde. Die Spekulation ist aufgegangen. Sieben Jahrzehnte nach seiner Gründung löckt die „Schmiere“, nun unter der Leitung seiner Tochter Effi Rolfs, noch immer von einem festen linken Fundament aus politisch gegen den Stachel.

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