Heute in Rhein-Main : Weniger Lohn und eine unentgeltliche Schau

Die Menschen haben wegen der Inflation weniger Geld in der Tasche. Am Grüneburgweg stehen Händler rot. Und die langjährige F.A.Z.-Fotografin Barbara Klemm stellt auf dem Campus Westend aus. Die Hauptwache mit den Themen des Tages.
Guten Abend,
als vor zwei Jahrzehnten der Euro eingeführt wurde, gab es eine Diskrepanz zwischen dem, was die Statistiker vorrechneten, und dem, was das Publikum meinte zu erleben: Die Statistik wies keine besondere Inflation aus, doch allgemein herrschte die Meinung vor, es sei alles deutlich teurer geworden. Der Begriff der „gefühlten Inflation“ war geboren. Da ist es doch schön, wenn die Statistik einmal umgekehrt bestätigt, was man sich als schlichter Bürger so denkt: Gegenwärtig halten die Löhne mit den Preissteigerungen nicht mit. Dem Statistischem Landesamt Hessen zufolge sind im Laufe des vergangenen Jahres 2022 die Reallöhne im Schnitt um 3,5 Prozent gesunken. Zwar sind nominell die Gehälter um rund drei Prozent erhöht worden. Doch da die Inflation mit 6,8 Prozent mehr als doppelt so hoch war, können sich Arbeitnehmer mit den gestiegenen Löhnen weniger leisten.
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