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Bundestagswahl : „Wählen ist etwas Feierliches“

Für zehn Wahllokale zuständig: Markus Graff, Stadtbezirksvorsteher in Bergen-Enkheim, übernimmt die Position an der Wahlurne. Bild: Helmut Fricke

So viele Briefwähler wie bei der Bundestagswahl an diesem Sonntag gab es in Frankfurt noch nie. Die Wahlhelfer sind trotzdem überzeugt: Die richtige Atmosphäre erlebt man nur im Wahllokal.

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          Der Erste ist Paul Wenning. Schon um fünf vor acht kommt der Rentner auf den Hof der Schule am Landgraben in Bergen-Enkheim. Die Sonne strahlt gnädig, die Morgenkälte ist trotzdem noch da, am metallenen Mast weht die Deutschlandfahne. Eigentlich wollte Paul Wenning in diesem Jahr per Briefwahl abstimmen. In seiner schwarzen Ledertasche hat er die fertig ausgefüllten Unterlagen dabei. Doch seine Frau hatte sich Sorgen gemacht, ob der Stimmzettel mit der Post überhaupt noch rechtzeitig ankomme.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Also hat sich Wenning umentschieden und geht nun doch in das Wahllokal in der Bergener Grundschule. Und zur Not, wenn es Probleme gibt, weil er sich ja eigentlich für die Briefwahl entschieden hatte, dann fährt er eben auch noch mit Bus und Bahn in die Innenstadt, um seine Unterlagen im Briefwahllokal abzugeben. Seine Stimme soll auf keinen Fall verfallen. So früh unterwegs zu sein, sagt der Rentner, sei für ihn nichts Besonderes. „Ich bin Frühaufsteher, ich bin sowieso meist um fünf Uhr wach.“

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