Gaming an den Unis :
Zocken statt Jazz Dance

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Gemeinsam an der Tastatur: Gaming als Mannschaftssport
Gemeinsam an der Tastatur: Gaming als MannschaftssportReuters

Immer mehr Unis bieten Computerspiele als Hochschulsport an. Aber ist das Drücken von Maustasten und das Töten von virtuellen Gegnern überhaupt Sport?

Senem Gülal trainiert mit ihrer Mannschaft während der Saison zweimal die Woche. Dann übt sie mit ihren fünf Teamkollegen Strategie und Spielzüge, zwei Stunden lang. „Ich bin dafür zuständig, dass ich dem Team mit Utility helfe und den Damage dabei unterstütze, mehr Schaden zu machen.“ Wörter, die für viele wohl wie Kauderwelsch klingen, nutzen viele Gamer ganz selbstverständlich in ihrem Alltag: „Utility“, das ist der zusätzliche Effekt einer Attacke im Spiel. Der „Damage“ ist die Figur im Team, die dafür verantwortlich ist, Schaden beim Gegner anzurichten. Senem ist Teil der E-Sport-Hochschulgruppe der Goethe-Universität in Frankfurt. Ihre Spezialität ist das Spiel Overwatch, ein sogenannter Multiplayer-Ego-Shooter, der in einer weit fortgeschrittenen Zukunftsvision der Erde spielt. Gespielt wird immer sechs gegen sechs. Jedes Teammitglied hat eine Rolle. Es gibt klare Strategien, Spielzüge, Spielpositionen, die probeweise getauscht werden. Wie im Fußball. Nur heißt der Stürmer nicht „Stürmer“, sondern im Fall von Overwatch „Damage“, die „Verteidiger“ sind „Supporter“ und der „Tank“ ist mit einem Torwart vergleichbar. Senem spielt den ersten Supporter – das Rückgrat ihrer Mannschaft.

FAZ

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