Der ökologische Imperativ : Wie Hochschulen klimaneutral werden wollen

Immer mehr Hochschulen verpflichten sich auf ehrgeizige Emissionsziele. Leicht ist der Ausstieg aus der CO2-Wirtschaft nicht – teils sind die Gründe dafür banal.
Manchmal reichen zwei Menschen, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Auch bei einem Thema wie dem Klimaschutz. An der Hochschule Magdeburg-Stendal waren es vor etwas mehr als zwei Jahren die beiden Studenten Julia Zigann und Robin Ebbrecht, die nicht mehr weitermachen wollten wie bisher. 2019 war die Fridays-for-Future-Bewegung groß geworden, das EU-Parlament, viele Städte und Gemeinden hatten offiziell den Klimanotstand ausgerufen. Zigann und Ebbrecht, beide Studenten im Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften, nahmen sich ihre eigene Hochschule vor. Gemeinsam brachten sie ein Papier für Klimaschutz auf den Weg, an dem sich alle Hochschulangehörigen beteiligen konnten. Es brauchte ein paar Monate, zahlreiche Gespräche mit Senat und Hochschulleitung, die Rücksprache mit mehr als achtzehn Gremien und zwei Initiativen, dann verabschiedete die Hochschule im Mai 2021 sechzehn Klimaziele. Eines davon war schon zum Teil erfüllt: Julia Zigann war inzwischen nicht mehr Studentin, sondern die erste Klimaschutzmanagerin der Hochschule.





