Generation Krise : Keine Zeit zum Träumen

Ein Fach studieren, bei dem man weiß, was man hinterher wird. Danach sehnen sich viele junge Menschen der Generation Krise.
Mette Emily Demuth hat vergangenes Jahr ihr Abitur gemacht. Mit einem Schnitt von 1,1. Der Abiball fand nicht statt – wegen Corona. Nur eine kleine Party in der „Musikwerkstatt“, einer überschaubaren Diskothek in Duderstadt bei Göttingen. Keine optimalen Bedingungen also, um großzügig von der Zukunft zu träumen, sich in waghalsigen Ideen zu verlieren und am Ende vielleicht zu scheitern. Stattdessen studiert Demuth jetzt Lehramt für Deutsch und Mathematik in Göttingen. Das sei immer ihr „Plan B“ gewesen, sagt sie. Der andere Plan war riskanter: Journalismus. Doch während ihres Praktikums bei der Goslarschen Zeitung seien pandemiebedingt Stellen abgebaut worden: „Wenn man solche Sachen hört, das macht einem schon Angst. Es ist halt gar nicht sicher.“
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