„gitti“-Gründerin im Gespräch : „Wir treffen den Nerv der Zeit“

Veganer Nagellack klingt nach einem Nischenprodukt. In „Der Höhle der Löwen“ konnte eine junge Gründerin damit jedoch alle fünf Investoren überzeugen. Im Interview erzählt sie, warum.
Es war ein Bauchgefühl! Ich bin eigentlich ein klassisches Konzernkind, aber im Dezember 2017 habe ich von jetzt auf gleich meinen Job bei Coca-Cola gekündigt – obwohl alles gut lief. Ich hatte einfach das Gefühl, dass sich etwas ändern muss. Eine Bekannte hat mich daraufhin gefragt, was ich machen würde, wenn ich keine Angst haben müsste. Wir hatten schon ein, zwei Gläser Wein getrunken, und das Erste, was mir durch den Kopf schoss, war: Glitzernagellack! Peinlich, oder? Zu Hause habe ich dann recherchiert und bin auf Berichte gestoßen, wie schädlich herkömmlicher Nagellack sein kann. Einige Produkte enthalten zum Beispiel Stoffe, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, die Farbpigmente können tierischen Ursprungs sein. Da habe ich mir gedacht: Das muss man anders machen. Anderthalb Jahre später habe ich dann die erste „gitti“-Produktion über einen Onlineshop aus meinem Esszimmer heraus gelauncht.





