Schleppender Gang an die Börse
Der Industriekonzern Kion ist froh, seine Aktien noch gerade so in der Preisspanne plaziert zu bekommen. Auch die Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington tut sich schwer.
Der Industriekonzern Kion ist froh, seine Aktien noch gerade so in der Preisspanne plaziert zu bekommen. Auch die Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington tut sich schwer.
Das Geschäft mit Börsengängen in Deutschland ist schwach. Experten hofften auf die Deutsche Annington. Doch die Anleger scheinen auch diese Aktie nicht so recht zu wollen.
In der kommenden Woche berichten die amerikanischen Banken Goldman Sachs, JP Morgan, Bank of America und Citigroup über das vergangene Quartal. Auf deutscher Seite legt Metro Zahlen vor. Die Anleger fürchten eine schwache Bilanzsaison.
Siemens will für bis zu 3 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen, das NYSE-Handelschaos kostet Knight Capital mehr als 400 Millionen Dollar und der amerikanische Versicherer AIG verdient Milliarden.
Der Gesundheitskonzern Fresenius ist vorerst mit seinem Übernahmeangebot an den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum gescheitert. Fresenius konnte mit seiner Übernahmeofferte nur 84,3 Prozent der Rhön-Aktien einsammeln, 90 Prozent wären nötig gewesen.
Auch zur Wochenmitte gibt es wieder Neues zur Euro-Schuldenkrise: Die Euro-Länder wollen zur Verstärkung ihrer Krisenabwehr den IWF mit mehr Finanzkraft ausstatten. Und die Euro-Finanzminister haben eine weitere Nothilfe an Griechenland freigegeben. Auf Unternehmensebene hat die Deutsche Telekom weiter Probleme beim Verkauf von T Mobile USA. Denn die Einwände der amerikanischen Regulierer an AT&T gehen noch viel weiter als bisher bekannt. Erwähnenswert ist ansonsten auch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Großbanken durch Standard & Poor“s.
In China ist mit der Industrieproduktion ein wichtiger Vorlaufindikator zum ersten Mal seit drei Jahren geschrumpft. Dieser Hinweis auf eine Abschwächung der chinesischen Inlandsnachfrage dürfte die Sorge um die Lage der Weltwirtschaft weiter verschärfen. Auf Unternehmensebene ist interessant, dass T-Mobile USA bei einem Scheitern einer Übernahme durch AT&T offenbar die Gründung eines Joint Ventures überlegt. In der Schweiz hat unterdessen der Versicherungskonzern Zurich Financial Services sein Gewinnziel in Frage gestellt.