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Neue Übernahmespekulationen : Qiagen-Aktie wieder gefragt

  • Aktualisiert am

Packt jemand Qiagen demnächst ein? Bild: dpa

Wird Qiagen nun doch am Ende noch übernommen? Neue Spekulationen befeuern den Aktienkurs.

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          Nach dem jüngsten Kursrückschlag erholt sich der Aktienkurs des Biotechunternehmens Qiagen am Montag wieder. Dank abermaliger Übernahmefantasie steigt der Kurs um mehr als 4 Prozent auf 32,30 Euro.

          Das auf Fusionen und Übernahmen spezialisierte Internetportal CTFN hatte berichtet, eine „interessierte Partei“ diskutiere immer noch einen möglichen Kauf von Qiagen.

          Ende Dezember hatte Qiagen einen Verkauf abgesagt und entschieden, eigenständig bleiben zu wollen. Der Aktienkurs war daraufhin von mehr als 37 Euro auf unter 30 Euro gefallen. Vorstand und Aufsichtsrat  teilten seinerzeit mit, die Vorstöße der Kaufinteressenten seien nicht überzeugend gewesen.

          Das Analysehaus Evercore ISI beließ Einschätzung und Kursziel unverändert bei 37 Euro. Man habe stets weiter an strategische Optionen für Qiagen geglaubt, auch wenn das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen sich zuletzt von einem Verkauf distanziert habe. Die nun ins Spiel gebrachten möglichen Käufer Roche, Danaher und Merck KGaA stünden aber alle vor eigenen Hürden, um einen solchen Deal abzuschließen.

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          Als möglicher Käufer hatte zuvor unter anderem der amerikanische Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific gegolten. Qiagen selbst hatte von mehreren Interessenten gesprochen, aber keine Namen genannt.

          Das Unternehmen will die Entwicklung seines DNA-Sequenzierungssystems Genereader beenden, in das es einst hohe Hoffnungen gesetzt hatte. Qiagen hat rund 5200 Mitarbeiter, größter Standort mit 1300 Beschäftigten ist Hilden bei Düsseldorf. Der formale Firmensitz befindet sich aus rechtlichen Gründen im niederländischen Venlo - dort arbeiten aber nur relativ wenige Menschen für den Konzern.

          Der Gendiagnostik- und Biotechkonzern startete 1984 als Ausgründung der Düsseldorfer Universität, das Unternehmen kam 2018 auf einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Qiagen stellt zum Beispiel Instrumente für Labore her sowie Verbrauchsmaterialien für DNA-Tests, also unter anderem Pipettenspitzen und Probenröhrchen.

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