Höhere Prognose : LBBW peilt Milliardengewinn im Jahr 2022 an

Die Landesbank meldet ein starkes operatives Geschäft, profitiert aber auch von der Konsolidierung des erworbenen Gewerbeimmobilienfinanzierers Berlin Hyp.
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) peilt nach dem besten Halbjahresergebnis seit 2011 im Gesamtjahr jetzt ein Vorsteuerergebnis von mehr als einer Milliarde Euro an. Bislang hatte die Landesbank mit einem Gewinn im dreistelligen Millionenbereich gerechnet. LBBW-Vorstandsvorsitzender Rainer Neske begründete die Prognoseanhebung mit „der starken operativen Entwicklung sowie aufgrund von Sondereffekten aus der Erstkonsolidierung der Berlin Hyp“. Die Landesbank hatte den Kauf des Gewerbeimmobilienfinanzierers von der Landesbank Berlin und den Sparkassen per 1. Juli abgeschlossen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die Landesbank ein Vorsteuerergebnis von 476 Millionen Euro erzielt, 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im selben Umfang stieg das Nachsteuerergebnis auf 315 Millionen Euro. Laut den Angaben verbesserte sich das Zinsergebnis um ein Prozent auf eine Milliarde Euro, das Provisionsergebnis um 9 Prozent auf 322 Millionen Euro. Den größten Gewinnbeitrag lieferte den Angaben zufolge das Segment Unternehmenskunden mit einem um 38 Prozent höheren Vorsteuerergebnis von 281 Millionen Euro. Das Segment Immobilien/Projektfinanzierungen verbuchte ein Plus von 24 Prozent auf 169 Millionen Euro. Das Segment Private Kunden/Sparkassen habe in nahezu allen Produktfeldern die Erträge gesteigert. Lediglich im Kapitalmarktgeschäft lag der Gewinn unter dem Vorjahreswert – ursächlich seien Wertberichtigungen mit Russland-/Ukrainebezug gewesen.
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