Verbraucherpreise : Holprige Inflation
Wie geht es weiter mit der Inflation im Euroraum und in Deutschland?
Wie geht es jetzt weiter mit der Inflation? Bei 2,2 Prozent lag die Rate im August im Euroraum, bei 1,9 Prozent in Deutschland nach nationaler Rechenweise. Das klingt schon ganz gut. Es wird jetzt aber wohl erst mal Rückschläge geben. Im September dürfte die Inflationsrate noch mal niedrig ausfallen. Aber im Oktober, November und Dezember wird sie wieder hochgehen. Schon allein aus technischen Gründen: 2023 waren die Energiepreise im August und September viel höher als in diesem Jahr, das drückt aktuell im Vorjahresvergleich die Inflationsrate. Dieser Effekt verschwindet im Oktober, da gab es vor Jahresfrist einen Energiepreisverfall. Wichtig ist zudem, wie stark die gestiegenen Löhne ihrerseits zu höheren Preisen führen. In diesem Zusammenhang ist auffällig, dass die Dienstleistungsinflation im Euroraum mit 4,2 Prozent recht hoch ist. Dabei spielen auch höhere Versicherungsbeiträge eine Rolle, die ihrerseits zu höheren Preisen führen können. Ökonomen hoffen nun, dass nach einem Inflationsanstieg im Herbst die Raten in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder sinken. Dabei setzen manche auch auf ein Phänomen, das nicht so lustig klingt: Die Löhne beispielsweise auch in Deutschland waren zum Teil auch durch Einmalzahlungen als Inflationsausgleich gestiegen. Diese Prämien fallen jetzt wieder weg. Das heißt: Weniger Geld in der Tasche für Verbraucher – aber möglicherweise auch ein langsam etwas nachlassender Lohndruck auf die Preise.
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