Stada und OLB :
Frust mit den Börsenplänen

Klaus Max Smolka
Ein Kommentar von
Lesezeit:

Ein Pharmakonzern und eine Bank sollten um Ostern herum an die Börse. Beide Pläne werden abgesagt. Wenn Stada mit seinem stabilen Wachstum es nicht aufs Parkett schafft, wer dann?

Zwei Unternehmen bereiteten Börsengangprofis bis vor Kurzem Frühlingsgefühle. Der Arzneikonzern Stada und die Bank OLB, beide in Private-Equity-Hand, sollten um Ostern herum in Frankfurt aufs Parkett gehen. OLB sagte aus dem Grund ab, der die mit Initial Public Offerings (IPOs) befassten Spezialisten stets aufs Neue ernüchtert: Die Eigner zogen am Ende doch wieder einen Direktverkauf vor, sobald ein Kaufinteressent ausreichend viel bot. Im Fall Stada erwiesen sich die Marktschwankungen als zu hoch, die maßgeblich mit den Wirren der internationalen Politik zusammenhängen. In solch volatilem Umfeld verlangen Anleger einen besonders hohen Einstiegsrabatt: statt der zehn bis 15 Prozent in normalen Zeiten momentan eher 20 bis 30 Prozent.

Frust statt Frühling

Der Abschlag, der sich in den Vorgesprächen zum Stada-IPO abzeichnete, war den Eignern – oder zumindest einem der beiden – offenkundig zu hoch. Ein denkbarer Kompromiss in einer solchen Lage wäre, eine kleinere Tranche als geplant an den Markt zu bringen. Die Abverkäufe in späteren Schritten könnten den Gesamtschnitt immer noch retten. Im Fall Stada mag das schwierig sein, weil ein milliardenschwerer Erlös gewünscht ist, der die Schulden senken und die Schulden-Gewinn-Ratio auf börsentaugliches Niveau bringen soll. Dennoch: Wenn ein Konzern mit solch stabilem Umsatz- und Gewinnwachstum es momentan nicht an die Börse schafft, wer dann? Die Frühlingsgefühle weichen Frustgefühlen.

Empfehlungen
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Leitung (m/w/d) Business Payment
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt