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Das liebe Geld : Das Spiel des Kapitalismus

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Monopoly begeistert die Menschen – und verändert sie und ihr Verhalten. Sozialstudien zeigten, was Geld mit Spielern machen kann. Bild: Rüchel, Dieter

Monopoly ist eines der erfolgreichsten Brettspiele aller Zeiten. Es lehrt schon Kinder, lustvoll Geld zu scheffeln. So war das nicht gedacht.

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          Wer wissen möchte, wie Wirtschaft funktioniert, wenn man ihr ungezügelt ihren Lauf lässt, der sollte sich mit Freunden zu einer Partie Monopoly treffen. Bei diesem Brettspiel kann man lernen, wie man schnell ziemlich reich wird, indem man Grundbesitz anhäuft und ein Immobilienimperium darauf errichtet. Wie man andere dafür bezahlen lässt, weil sie bei jedem Schritt auf ein fremdes Grundstück hohe Mieten abdrücken müssen. Und dass am Ende derjenige gewinnt, der mit etwas Glück ein Monopol aufbauen kann – und ein begehrtes Gut wie Häuser allen anderen verwehrt, die daher Mieter bleiben ohne eigenen Besitz. Dieser Big Player siegt, indem er alle anderen in die Pleite treibt.

          Das kommt einem bekannt vor, oder? Es gibt einige eifrige Monopoly-Spieler, die das Spiel sozusagen in die Realität übertragen haben. Der Reeder Onassis war bekennender Monopoly-Fan, Rupert Murdoch ebenfalls, von ihm ist sogar der Satz überliefert: „Ein Monopol ist so lange eine schreckliche Sache, bis man eines hat.“ Sogar der Immobilienmilliardär Donald Trump, heute uns allen als amerikanischer Präsident bekannt, spielt Monopoly. Nach ihm ist eine Spezialedition von Monopoly benannt, außerdem eine Weiterentwicklung, sie heißt „Trump: The Game“.

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