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Dialog Semiconductor : Gefragte Smartphones sorgen für Wachstum

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Produkte von Dialog Semiconductor Bild: Dialog Semi

Nach einer Konsolidierung auf hohem Niveau zeigt die Aktie des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor wieder Auftrieb. Er wird ausgelöst von der Erhöhung der Wachstumsprognose.

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          Nach einer Kurskonsolidierung auf hohem Niveau zeigt die Aktie des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor neuerdings zumindest bei auflebendem Risikoappetit wieder Auftrieb. Am Mittwoch legt sich um bis zu 7,65 Prozent zu auf 14,64 Euro im bisherigen Tageshoch.

          Damit reagiert der Markt auf eine Ad-Hoc-Mitteilung des Unternehmens. In dieser hatte der Halbleiterhersteller dank einer unerwartet hohen Nachfrage eine Umsatzsteigerung für das dritte Quartal des laufenden Jahres 2011 verzeichnet und rechnet nun mit einem Rekordumsatz. Kurz vor Ende des Quartals rechnet Dialog mit Rekorderlösen von 137 bis 140 Millionen Euro.

          Markt reagiert positiv auf eine Erhöhung der Umsatzprognose

          Zudem schneite dem Halbleiterspezialisten noch unerwartet zusätzlich Geld ins Haus. Aus dem Insolvenzverfahren des einstigen Handybauers BenQ Mobile habe Dialog noch zwei Millionen Dollar Ausstand erhalten. Der Geldsegen erhöhe die Bruttomarge im laufenden Vierteljahr um einen Prozentpunkt, hieß es. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte Dialog noch knapp 80 Millionen Dollar umgesetzt.

          Das Unternehmen, das im schwäbischen Kirchheim unter Teck ansässig ist, entwirft Strom sparende Chips zur Steuerung von Bildschirmen, Audio-Geräten und Funktechnik, die dann von Auftragsfertigern produziert werden. Ähnlich wie das britische Unternehmen ARM Holdings profitierte es in den vergangenen Jahren vom rasanten Wandel in der Technologiebranche, der sich unter anderem in der zunehmenden Popularität von Smartphones, Tablet-Computern und anderen vergleichbaren Geräten zeigte.

          Dieser Trend wurde ausgelöst durch die allgemeine Euphorie, die die Entwicklung und die sehr erfolgreiche Vermarktung der i-Geräte von Apple mit sich brachten. Er beschleunigte und intensivierte den Konkurrenzkampf und führte zusammen mit innovativen Geschäftsmodellen im Softwarebereich zu einer dramatischen Umverteilung der Marktanteile. Zu den Gewinnern gehörten Unternehmen wie Apple, HTC, Samsung und ihre Zulieferer, während zuvor dominierende Firmen wie Nokia und Research in Motion in die Defensive gerieten.

          Ein Händler wertete die aktuellen Aussagen sehr positiv, denn im derzeitigen Marktumfeld rechneten die Investoren eher mit Zielsenkungen als mit Prognoseerhöhungen. Der im Vergleich zum Gesamtmarkt in den vergangenen Wochen sehr stabile Kurs von Dialog spiegelt aus seiner Sicht die anhaltende Euphorie vor der Einführung des iPhone 5 wider sowie die neu hinzukommenden Aufträge wie jüngst von Panasonic. Apple hat für Anfang Oktober eine Präsentation angekündigt, in der die Vorstellung einer neuen iPhone-Generation erwartet wird.

          ... und auf von Apple ausgehende Kursphantasien

          Zusammen mit dem neuen Smartphone - wahrscheinlich mit dem Namen iPhone 5 - wolle Apple auch seinen Online-Speicherdienst iCloud und die neue Generation seines mobilen Betriebssystems iOS auf den Markt bringen, so die Erwartung. Hartnäckig halten sich auch Gerüchte, dass Apple auch ein günstigeres Modell auf Basis die aktuellen iPhone 4 präsentieren könnte. Außerdem wird über eine vertiefte Integration von Facebook-Funktionen ins Betriebssystem spekuliert.

          Auf dieser Basis lässt sich die Phantasie vieler Anleger erklären, die sich nicht nur auf die Aktie von Apple selbst bezieht, sonder auch auf die Papiere der Zulieferer. Allerdings müssen die Geschäfte von Dialog Semiconductor schon sehr gut laufen, um hohe Erwartungen nicht zu enttäuschen. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 22 und 15 sind die Papiere etwas ambitioniert bewertet. Die Gewinnschätzungen unterstellen eine Steigerung des Gewinns je Aktie von 26 Prozent im laufenden und gar von 48 Prozent im kommenden Geschäftsjahr.

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