Die Feuchtwangers : Okzidentalische Philologie

Der Jurist Ludwig Feuchtwanger floh 1939 mit seiner Familie nach England. Sein Sohn Edgar wurde vorausgeschickt und lernte Englisch, um es dem Vater beizubringen. Am 22. August 2025 ist Edgar Feuchtwanger gestorben.
Als Carl Schmitt 1926 seinem Lektor Ludwig Feuchtwanger brieflich von seinem „Plan“ berichtete, „die ersten christlichen Jahrhunderte genau zu untersuchen“, und zwar bezogen auf den „Staat“, antwortete der Syndikus und Verleger von Duncker & Humblot dem Universitätswissenschaftler als Kollege: mit der ausführlichen Skizze eines nicht weniger universalistischen Forschungsinteresses, dem man Feuchtwangers Zweifel daran ablesen kann, dass der Plan seines scharfsinnigen Stammautors wirklich klug überlegt war. Reinhard Mehring zitiert die beiden Briefe im Kapitel über Feuchtwanger als den für Schmitt „absolut zuverlässigen jüdischen Experten“ in seiner 2024 bei Nomos erschienenen Sammlung „Neuer Studien zu Carl Schmitt“.


