https://www.faz.net/-gu9-9wsyj

Razzia bei Biathlon-WM : Der Verdacht

  • -Aktualisiert am

Erst die Razzia, dann die Staffel: „Hut ab“, sagt der Deutsche Arnd Peiffer über die Leistung von Alexander Loginow (hier am vergangenen Wochenende). Bild: dpa

Wieder interessieren sich Doping-Fahnder für Doping-Sünder Alexander Loginow. Im Morgengrauen stürmt eine Einheit der Polizei die Wohnung des Russen. Was steckt dahinter?

          3 Min.

          Man muss diesen Mann schon fast bewundern. Man muss sich fragen, wie er das alles wegsteckt. Wie er nach all dem, was ihm in Antholz widerfahren ist, noch zu solchen Leistungen fähig ist. Zwar stand Alexander Loginow am Samstag mit der russischen Staffel nicht auf dem Treppchen, aber immerhin brachte der 28-Jährige als Schlussläufer das russische Quartett noch auf Platz vier.

          Direkt hinter der deutschen Viererkette, deren erste drei Läufer, Erik Lesser, Pilipp Horn und Arnd Peiffer, eine famose Leistung im Duell mit dem neuen Weltmeister Frankreich vollbracht hatten – stets auf Augenhöhe oder darüber. Ausgerechnet Schlussläufer Benedikt Doll fiel aus dem Weltklasse-Rahmen, weil er sich zu guter Letzt im Zweikampf mit Quentin Fillon Maillet eine Strafrunde leistete. Aus dem greifbaren Gold wurde am bitteren Ende nur Bronze, weil auch der norwegische Schlussläufer Johannes Thingnes Bö noch am völlig entkräfteten Doll vorbeirauschte. Die deutschen Männer hatten immerhin ihre erste Medaille. Später kündigte Lesser sein vorzeitiges Saisonende an. „Ich fahre am Sonntag nach Hause, weil sich zu Hause was geändert hat.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ausgezeichnet: Dieses Foto des dänischen Fotografen Mads Nissen, das eine brasilianische Krankenschwester und eine 85 Jahre alte Frau zeigt, ist zum „World Press Photo 2021“ gewählt worden.

          Mutante in Brasilien : Ein Schreckgespenst mit dem Namen P.1

          Die Intensivstationen in Brasilien sind zu mehr als der Hälfte mit Patienten unter 40 Jahren belegt. Der rasche Anstieg der Infektionen könnte mit der Mutante P.1 zusammenhängen – auch zuvor bereits Infizierte sind nicht sicher.
          In Flensburg zu Hause: Andrea Paluch, Schriftstellerin, Musikerin, Dozentin, Sängerin, geht ihren eigenen Weg.

          Andrea Paluch : Sie geht ihren eigenen Weg

          Andrea Paluch, die Frau von Robert Habeck, hat ein Buch geschrieben. Liest man darin die Zukunft ihres Mannes? Eher nicht – denn Männer sind in dem Buch mit Absicht abwesend.
          Sensitivitätslücke? Eine Helferin hält einen Teststab in einem Testzentrum in Hannover

          Zu hohe Erwartungen : Die Enttäuschung mit den Schnelltests

          Schnelltests haben die Erwartungen vieler Bürger und Politiker enttäuscht. Die Tests haben falsche Sicherheit verbreitet. Fachleute kritisieren die „Sensititivitätslücke“.