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Nach Urteil über Polizeikosten : DFL-Präsident Rauball fürchtet nun um Chancengleichheit

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Des einen Freud’ ist des anderen Leid? DFL-Präsident Reinhard Rauball (links) und Ulrich Mäurer, Innensenator von Bremen Bild: dpa

Angesichts der Entscheidung im Streit um die Verteilung von Polizeikosten bei Fußballspielen fürchtet Ligapräsident Reinhard Rauball nun Nachteile für bestimmte Klubs. Er gesteht, dass er das Urteil so nicht erwartet hat.

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          DFL-Präsident Reinhard Rauball fürchtet nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass Gebühren für zusätzliche Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen grundsätzlich verfassungskonform sind, um die Chancengleichheit. „Einige Vereine werden in Anspruch genommen, andere nicht. Bei den Größenordnungen,  die diese Bescheide beinhalten, macht sich das schon deutlich bemerkbar“, sagte er am Freitag in Leipzig.

          Rauball (72) räumte ein, dass sich die Deutsche Fußball Liga die Entscheidung anders vorgestellt habe. Die DFL war gegen einen Gebührenbescheid der Freien Hansestadt Bremen in Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht gegangen. Das verwies diesen im konkreten Fall zwar zurück an das Oberverwaltungsgericht in Bremen, stellte jedoch fest: „Für den besonderen Polizeiaufwand aus Anlass einer kommerziellen Hochrisiko-Veranstaltung darf grundsätzlich eine Gebühr erhoben werden.“

          Man habe in den vergangenen Tagen gelesen, dass die Innenminister von Bayern, Baden-Württemberg und auch Hessen ablehnen würden, diese Kosten den Vereinen in Rechnung zu stellen, sagte Rauball. „Wir haben also eine Art Flickenteppich, was die Gebührenfrage möglicherweise angelangt.“ Das berühre die Frage der Chancengleichheit der Vereine, je nachdem, in welchem Bundesland sie beheimatet seien.

          Rauball kündigte an, das Urteil nun erstmal genau zu analysieren und danach Kontakt mit den Vereinen aufzunehmen.

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