Seit dem jähen Ende der sportlichen Karriere dient Totilas als Deckhengst. Zunächst betrug die Gebühr für den Samen des einstigen Millionen-Pferdes noch 8000 Euro. Doch inzwischen gibt es einen drastischen Preisverfall.
Niemand ist im Sattel so vielseitig wie Michael Jung. Schon jetzt ist der Reiter ein Weltstar seines Sports. Doch, um wieder bei Olympia zu triumphieren, muss er zunächst eine schwierige Frage beantworten.
Die Geschichte von Alfred Nakache ist eine der großen, unbekannten Sportler-Biographien des 20. Jahrhunderts. Der Franzose ist der Einzige, der in einem Nazi-Vernichtungslager war und vorher wie nachher an Olympischen Spielen teilnahm. Er schwamm in Berlin, London – und Auschwitz.
Bei der EM in der schottischen Postkartenidylle von Blair Castle haben die Vielseitigkeitsreiter und Olympiasieger Michael Jung beste Chancen. Sie können das nachholen, was vor ein paar Wochen in Aachen nicht so recht klappen wollte.
Der deutsche Galoppsport steht mehr denn je unter französischem Einfluss. Selbst der Marktführer aus Iffezheim muss sich den dort ansässigen staatlichen Wett-Riesen anpassen.
Oranje ist Trumpf: Die Niederländer sichern sich bei der EM in Aachen die drei spektakulärsten Mannschaftstitel im Reiten. Das Ergebnis lässt vor allem die großen Deutschen grübelnd zurück.
Der Traum endet am Wassergraben: Zum Finale der Reit-EM gehen die deutschen Springreiter im abschließenden Wettbewerb leer aus. Es gewinnt ein Niederländer.
Es ist kaum anzunehmen, dass Totilas nochmal in den großen Sport zurückkehren wird. Dennoch haben an dem spektakulären Dressur-Hengst eine Menge Leute gut verdient. Den ganz großen Erfolg aber kann man nicht kaufen.
Der Nationenpreis wird am letzten Tag zum Zweikampf zwischen den Deutschen und den Niederländern. Ausgerechnet Wortführer Beerbaum kommt nicht ohne Zwischenfall davon.
Bei der EM in Aachen fallen die deutschen Springreiter am zweiten von drei Tagen vom ersten auf den dritten Platz zurück. Dass die Erfolgs-Chancen der deutschen Equipe noch intakt sind, liegt am Altmeister.
Geld oder Ehre? Das ist für die Springreiter immer öfter die Frage. Bei der EM in Aachen fehlt Scott Brash. Der Olympiasieger von 2012 hat andere Pläne. Es lohnt sich für ihn – und löst bei einigen Verwunderung aus.
Nach dem Auftaktwettbewerb bei der EM in Aachen liegt die deutsche Springreiter-Equipe in Führung. Der Erfahrenste schneidet dabei am besten ab. Doch noch ist der Weg zu Gold ein weiter.
Das Trauerspiel hat ein Ende: Die sportliche Laufbahn von Totilas, dem 15 Jahre alten Millionen-Dressurhengst, ist vorbei. Doch der Ruhestand, der nun auf ihn wartet, könnte nicht besonders gemütlich werden.
Kristina Bröring-Sprehe zeigt bei der EM auf ihrem Hengst Desperados in der Kür eine perfekte Vorstellung. Dennoch reicht es nur zum zweiten Platz – weil einer andere Dressurreiterin nicht zu stoppen ist.
Für Totilas rückt die Rente näher. Die Untersuchung ergibt, dass der 15 Jahre alte Hengst an einem Knochenödem leidet. Auch bei Fußballern ist diese Verletzung ein weit verbreitetes Phänomen – mit schwer wiegenden Folgen.
Die Piaffe im Dressur-Viereck ist eine besondere, rhythmische, kraftvolle und erhabene Bewegung. Ein Pferd drückt damit
eine Emotion aus – stolz und selbstbewusst.
Kristina Bröring-Sprehe sorgt bei den Dressurreitern für Erleichterung. Nach dem schwachen Platz drei im Team und dem Totilas-Theater gewinnt sie bei der EM in Aachen im Grand Prix Special Silber. Die Lacher hat Isabell Werth auf ihrer Seite.
Der gequälte Auftritt von Totilas bei der Reit-EM verdeutlicht, mit wie viel Zynismus Reiter, Trainer und Verantwortliche den Millionenhengst behandeln. Das hat Folgen: Dem einstigen Wunderpferd droht eine lange Pause – vielleicht sogar mehr.
Die deutschen Vielseitigkeitsreiter können beruhigt der EM in Schottland entgegensehen. Beim Nationenpreis-Turnier in Aachen dominieren sie die Konkurrenz. Herausragende Starterin ist Ingrid Klimke.
Bei der EM in Aachen hat die Tochter von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ihren ersten großen Auftritt in Deutschland. Im Westernreiten wird Gina Maria großes Talent bescheinigt. Den Bonus ihres berühmten Vaters braucht sie nicht.
Verwirrte Zuschauer und Richter, die sich uneins sind: Der Auftritt von Dressurreiter Rath und Millionenhengst Totilas bei der Reit-EM dürfte noch viel Stoff für Diskussionen geben. Am Ende reicht es wieder nicht zu Gold für das deutsche Team.
Die traditionsreiche Aachener Soers ist von Dienstag an Schauplatz der Reitsport-EM. Selbst Verteidigungsministerien Ursula von der Leyen sitzt im Sattel – und die Tochter von Michael Schumacher.
Nach einem Jahr Verletzungspause tritt das einstige Wunderpferd Totilas beim Dressurturnier in Hagen an – und gewinnt seine beiden Läufe. Das deutsche Team sieht aber Luft nach oben.
Der Brite, Sieger im Großen Preis von Aachen, erhält 830.000 Euro Preisgeld. Er profitiert vom bizarren Streit zweier Uhrenhersteller, die beide im Springreiten den Takt angeben wollen.
Der Große Dressurpreis ist der Höhepunkt des Reitturniers in Aachen. Isabell Werth schrammt ganz knapp am Sieg vorbei und muss einer Schwedin den Vortritt lassen. Doch die Deutsche nimmt es gelassen.
Die einheimischen Reiter gewinnen am zweiten Turniertag in Aachen die wichtigsten Prüfungen. In der Dressur siegt Isabell Werth, im Springen David Will. Richtig ernst wird es am Sonntag.
Den deutschen Reitere gelingt beim ersten Springen des internationalen Turniers in Aachen einen Dreifach-Erfolg. Den Sieg sichert sich in der Prüfung für Nachwuchspferde Mario Stevens.
Die Uhren-Hersteller Rolex und Longines streiten sich um das Sponsoring im Pferdesport. Der Streit sorgt für ein erstaunliches Wachstum bei den Preisgeldern – und eine neue Turnierserie.
Kleiner und billiger: Im EM-Jahr gibt es das Weltfest des Pferdesports in Aachen in einer ungewöhnlichen Variante. Und den Namen CHIO dürfen sie auch nicht verwenden.
Der saudi-arabische Springreiter Bahamdan gewinnt den Großen Preis von Wiesbaden. Das ist freilich keine Überraschung: Mit der Stute gehörte er 2012 zur olympischen Bronze-Equipe.
Sieg auf der ganzen Linie für Isabell Werth im Schlosspark: Beim Internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden hat sie in allen drei großen Dressurprüfungen die Nase vorn – und das nicht zum ersten Mal.
Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski gewinnt in Wiesbaden. Warum das bei einem Starterfeld von 33 weiteren ausgezeichneten Reitern so besonders erwähnenswert ist, wird nach einem Blick auf die Plätze zwei bis vier klar.
Vielseitigkeitsreiten ist besonders gefährlich. Immer wieder sorgen tote und verletzte Reiter und Pferde für Schlagzeilen. Beim Pfingstturnier in Wiesbaden soll so etwas nicht passieren.