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Reit-EM in Aachen : Der alte Wolf bleibt bissig

  • -Aktualisiert am

Ludger Beerbaum auf Chiara verhindert ein noch schlechteres Ergebnis. Bild: dpa

Bei der EM in Aachen fallen die deutschen Springreiter am zweiten von drei Tagen vom ersten auf den dritten Platz zurück. Dass die Erfolgs-Chancen der deutschen Equipe noch intakt sind, liegt am Altmeister.

          Der alte Wolf wird langsam grau – aber die Rolle als Anführer der deutschen Springreiter hat er nach wie vor inne. Auch am zweiten von drei Tagen der Mannschafts-Europameisterschaft in der Aachener Soers hat der 51 Jahre alte Ludger Beerbaum mit einer Null-Fehler-Runde wesentlich dazu beigetragen, dass die Erfolgs-Chancen der deutschen Equipe noch intakt sind.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Zwar hat das Heim-Quartett die Führung verloren und ist auf den dritten Rang zurückgefallen. Nun liegt Frankreich mit 5,70 Strafpunkten auf Platz eins vor den Niederlanden (7,82) und Deutschland (8,40).

          Die Abstände allerdings sind klein, bedenkt man, dass jeder Hindernisfehler mit vier Strafpunkten zu Buche schlägt. Es ist zu erwarten, dass Parcourschef Frank Rothenberger, der in der ersten Nationenpreis-Runde noch Rücksicht auf Außenseiter nehmen musste, die Anforderungen an diesem Freitag deutlich erschweren wird.

          „Die Messe ist noch nicht gesungen“, sagte Beerbaum. „Dies ist nur eine Wasserstandsmeldung. Beim Fußball würde man sagen, wir hatten gestern gute 20 Minuten, die nächsten dreißig Minuten waren nicht so gut.“ Nach dieser Logik wäre das Match nun also in der 50. von 90 Minuten angekommen.

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          Mit seiner Schimmelstute Chiara war Beerbaum ein ungefährdeter Umlauf gelungen. Und auch der in Belgien lebende Wiesbadener Daniel Deußer schaffte mit seinem Schimmelhengst Cornet d’Amour eine fehlerfreie Runde. Doch sowohl Meredith Michaels-Beerbaum mit dem – grundsätzlich hervorragend springenden – Wallach Fibonacci als auch Christian Ahlmann mit dem Hengst Taloubet leisteten sich Hindernisfehler.

          Bei Michaels-Beerbaum gab es aber nur eine hauchdünne Berührung am Wassergraben. Bei Ahlmann fiel an einem roten Oxer eine Stange. Beide erklärten ihre Patzer mit Reiterfehlern. In der Einzelwertung führt weiter die Französin Penelope Leprevost ohne Strafpunkte vor Beerbaum mit 0,75.

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