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Leichtathletik-WM in Peking : Ghebreslassie feiert Überraschungssieg im Marathon

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Erst 19 Jahre alt und schon Weltmeister: Ghirmay Ghebreslassie Bild: AP

Der erst 19 Jahre alte Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea läuft den Favoriten aus Äthiopien und Uganda beim WM-Marathon überraschend davon. Er ist der erste Weltmeister für Eritrea in der Leichtathletik-Geschichte.

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          Der 19-jährige Teenager Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea hat überraschend den hochkarätig besetzen Marathon bei der Leichtathletik-WM in Peking gewonnen. „Ich bin so glücklich“, freute sich Ghebreslassie nach seinem Sieg am Samstag in 2:12:28 Stunden. „Dieser Erfolg gibt mir Motivation, weiter hart zu arbeiten. Ich bin stolz auf diesen Sieg.“

          Zumal es der erste Goldgewinn für sein Land in der WM-Geschichte ist. Zweiter wurde mit deutlichem Rückstand Yemane Tesegay (Äthiopien/2:13:08) vor Munyo Solomon Mutai (Uganda/2:13:30).

          Ghebreslassie, Zweiter des Hamburg-Marathons, hatte sich in einem exzellenten Teilnehmerfeld durchgesetzt. So wurde Olympiasieger und Titelverteidiger Stephen Kiprotich (Uganda/2:14:43) nur Sechster. Weltrekordler Dennis Kimetto und Wilson Kiprotisch (beide Kenia), der ebenfalls einst schnellster Marathonläufer der Welt war, stiegen bei 30 Kilometer aus.

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          Für Ghebreslassie waren weder die Hitze noch die Luftbelastung in Chinas Hauptstadt ein Problem. „Die Bedingungen sind sehr gut. Ich komme aus einem Land, wo es immer heiß ist“, meinte er. Bei 35 Kilometer hatte Ghebreslassie die Führung übernommen und konnte bei Kilometer 38 auch Tsegay abhängen, der mit leichten Magenproblemen zu kämpfen hatte.

          Der erste große Erfolg bei einem Titelkampf wird auch seine Eltern davon überzeugen, dass ihr Sohn auf dem richtigen Weg ist. „Meine Eltern wollten, dass ich ein großer Student und nicht ein großer Läufer werde“, sagte Ghebreslassie. „Dieser Sieg wird auch für sie eine Überraschung sein.“

          Nächstes Ziel für ihn sind die Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. „Ich möchte in Rio und noch ein paar anderen Rennen starten“, kündigte er nach dem erst vierten Marathon seines Lebens an. „Ich habe nicht viel Erfahrung, werde aber hart arbeiten, dass das möglich wird.“

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