Handball-Kommentar : Wundertüte Wetzlar

Die HSG Wetzlar steht auf Platz 9 der Handball-Bundesliga. Bei der Weltmeisterschaft stellt sie freilich das größte Kontingent an deutschen Spielern. Im Fußball wäre das undenkbar.
Alle Achtung, die Provinz macht mobil, jedenfalls im Handball. Ein Phänomen seit Wochen und Monaten schon in der Bundesliga, auffällig jetzt auch in der Nationalmannschaft. Aus Wetzlar in die Welt? Das ist ohne weiteres möglich, wie das Aufgebot des Handball-Bundestrainers für das bevorstehende spanische Intermezzo beweist. Und mehr noch: Die HSG Wetzlar kann sich plötzlich sogar als HSG Deutschland verstehen, ein bisschen wenigstens. Weil Kommandeur Martin Heuberger gleich drei Wetzlarer in Marsch gesetzt hat. Mit klarer Dienstanweisung, bindend natürlich auch für alle Spieler, die nicht aus Mittelhessen stammen: einer gebeutelten Handball-Nation wieder ein wenig Glanz zu verleihen.





