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Handball-WM : Niederlage für Sigurdsson, Überraschung durch Angola

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Aller ANfang ist schwer: Dagur Sigurdsson mus bei Japan Aufbauhilfe leisten. Bild: AFP

Der frühere deutsche Bundestrainer Dagur Sigurdsson startet mit seinem neuen Team Japan mit der erwarteten Niederlage in die WM. Die zuletzt so erfolgreichen Qatarer verlieren derweil sensationell.

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          Außenseiter Angola hat für eine kleine Sensation bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark gesorgt. Der Dritte der Afrikameisterschaft besiegte den ehemaligen Vize-Weltmeister Katar in Kopenhagen völlig überraschend mit 24:23 (12:8). Für Angola war es bei der vierten WM-Teilnahme erst der zweite Vorrundensieg. Vor 14 Jahren feierten die Afrikaner ihren ersten Erfolg gegen Kanada.

          Spielplan der Handball-WM 2019 in Deutschland und Dänemark

          Rome Hebo war mit sieben Treffern Matchwinner der Angolaner, die vor zwei Jahren bei der WM in Frankreich nach sieben Niederlagen in sieben Spielen noch den letzten Platz belegt hatten. Mitte der zweiten Halbzeit lag der Außenseiter beim 17:13 mit vier Toren vorne, aber der Asienmeister drehte das Spiel und ging kurz vor dem Ende mit 23:22 in Führung. Doch Angola schlug mit zwei Toren in der dramatischen Schlussphase zurück. Katar steht damit in der Gruppe D bereits gehörig unter Druck. Bei den Weltmeisterschaften 2015 (Viertelfinale) und 2017 (Achtelfinale) hatte Katar den Medaillentraum der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beendet.

          Handball-WM 2019

          Der frühere deutsche Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat derweil mit Japan den Turnierstart verpatzt. Der Olympia-Gastgeber von 2020 unterlag Mazedonien in München trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung mit 29:38 (13:18). Mazedonien machte durch den Sieg einen ersten Schritt in Richtung Hauptrunde. Bester Werfer des EM-Elften war der 38-jährige Kiril Lazarov mit acht Toren.

          Sigurdsson, der die deutschen Handballer 2016 sensationell zum EM-Titel geführt hatte, konnte mit dem Auftritt seines Teams über weite Strecken zufrieden sein. Die körperlichen Nachteile gegen die erfahrenen Mazedonier konnte sein Team allerdings nicht kompensieren. Dafür überzeugten die flinken Asiaten vor 7500 Zuschauern mit einigen gelungenen Offensivaktionen.

          „Wir waren mutig und haben Spaß gehabt. Wir hatten aber nicht die Größe und den Körper. Es war so zu erwarten, das wird auch in den nächsten Spielen so sein. Phasenweise haben wir es gut gemacht“, sagte Sigurdsson. In der Gruppe B warten auf die Japaner noch die mitfavorisierten früheren Weltmeister Spanien und Kroatien sowie Island und Bahrain. Die ersten drei Mannschaften ziehen in die Hauptrunde ein und treffen dort auf drei Teams aus der deutschen Gruppe A.

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