Handball-Nationalteam : Bitter und die Gedanken an eine große Party

Johannes Bitter soll das deutsche Handballteam bei der Europameisterschaft führen und lenken. Warum genau aber wurde der Torhüter nach fast sechs Jahren wieder in die Nationalmannschaft berufen?
Henning Fritz ist verletzt, Johannes Bitter kommt kalt von der Bank, es ist das Finale der Weltmeisterschaft gegen Polen, und es wird nach einer hohen Führung noch einmal eng. Bitter, 24 Jahre alt, bleibt cool, hält ein paar Bälle, Deutschland wird Handball-Weltmeister, die große Party in Köln beginnt. 13 Jahre ist das her, und „Jogi“ ist immer noch dabei, oder besser: wieder. Allerdings ist seine Rolle im Kreis der besten deutschen Handballspieler eine andere. Damals war Bitter der zweite Torwart in einer erfahrenen Mannschaft im Zenit ihres Könnens. In diesen Januar-Tagen soll sich Bitter vor der Europameisterschaft in Norwegen, Österreich und Schweden nicht nur ein offenes Duell mit Andreas Wolff um die Nummer eins im deutschen Tor liefern. Er soll die von verletzungsbedingten Absagen zerzausten Deutschen mit Erfahrung und Siegermentalität anführen. „Ich erwarte viel von Johannes Bitter“, sagt Bundestrainer Christian Prokop, „er hat sportlich über einen langen Zeitraum überzeugt und kann eine Mannschaft führen und pushen.“





