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Eurogoals : Klopp stichelt gegen Mourinho – Streit um Guardiola

Jürgen Klopp stichelte gegen die Defensivtaktik von José Mourinho. Bild: Reuters

ManCity mit Torfestival. Liverpool ohne Treffer. Blamage für Chelsea. Mertesacker trifft. Erstes Tor für Ronaldo. Turbulentes Mailand-Derby. Und ein später Sieg für Paris. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Es hätte alles so schön sein können für Pep Guardiola. Mit einem fußballerischen Feuerwerk fertigte Manchester City den Gegner ab und schickte Stoke City mit einer 7:2-Packung auf die Heimreise. Acht Spiele, 22 Punkte, 29 Tore, die Bilanz der Citizens liest sich hervorragend in der englischen Premier League. Nur Stadtrivale United mit zwei und Tottenham mit schon fünf Punkten Rückstand hält annähernd Kontakt zum Spitzenreiter, der es auch geschafft hat, mit nur vier Gegentoren die Abwehr dicht zu bekommen, was bei Guardiolas Offensivstrategie nicht immer der Fall war.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Gabriel Jesus erzielte gleich zwei Tore, auch Raheem Sterling, David Silva, Fernandinho, Leroy Sané und Bernardo Silva waren erfolgreich. Ein besonderes Lob erhielt allerdings der frühere Bremer und Wolfsburger Kevin de Bruyne für seine „Vorstellung von größter Schönheit“, die die Zeitung „The Telegraph“ sah, die die Fans mit stehend dargebrachten Ovationen honorierten. Freude hatte auch der deutsche Nationalspieler Sané beim Wiedersehen mit seinem alten Schalker Kollegen Eric-Maxim Choupo-Moting: „Es macht so viel Spaß, für dieses Team zu spielen.“

          So weit, so schön. Doch ein Streit von Guardiola mit Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino schon vor dem Spiel störte die gute Laune in Manchester. Guardiola hatte die Spurs als „Harry-Kane-Team“ bezeichnet, schließlich ist der Torjäger in bestechender Form. Pochettino aber konterte: „Es war sehr respektlos gegenüber vielen Leuten. Auch er (Guardiola) war Teil des größten Barcelona-Erfolges war, als Messi seine beste Zeit hatte.“ Es scheint, als fänden sie nicht so schnell ihren Frieden, zumal Pochettino Guardiola noch absprach, ein „Gentleman“ zu sein. Spätestens im Dezember können sie sich aussprechen: Dann tritt Tottenham bei ManCity an.

          Für den FC Liverpool sprang gegen den Erzrivalen Manchester United nur ein 0:0 heraus. Und Trainer Jürgen Klopp stichelte gegen die Defensivtaktik von José Mourinho: „Ich bin mir sicher, wenn wir so spielen würden, das kann man in Liverpool nicht bringen. Aber für Man United ist es offenbar okay.“

          Noch schlimmer als Liverpool erwischte es den Meister. Chelsea blamierte sich beim 1:2 bei Crystal Palace, das alle sieben Saisonspiele ohne ein eigenes Tor zuvor verloren hatte und nun immer noch Tabellenletzter ist. „Ich werde heute kaum schlafen können“, sagte Chelsea-Trainer Antonio Conte.

          Punktgleich mit Chelsea liegt Stadtrivale Arsenal, der vom FC Watford überholt wurde in der Tabelle. Zwar gelang Weltmeister Per Mertesacker erstmals seit fast vier Jahren ein Tor in der Liga. In der Nachspielzeit aber kassierten die „Gunners“, denen der Killer-Instinkt fehlte, doch noch das 1:2.

          Man mag es kaum glauben: Erst am achten Spieltag der spanischen Primera División gelang Cristiano Ronaldo, der zu Beginn gesperrt fehlte, das erste Saisontor. Das späte Erfolgserlebnis des Portugiesen reichte für drei Punkte beim 2:1 in Getafe und den Sprung auf Platz zwei der Tabelle.

          Das lag auch daran, weil Stadtrivale Atlético Madrid seine Führung im Topspiel gegen Spitzenreiter FC Barcelona nicht halten konnte. Luis Suarez gelang für die Katalanen doch noch der späte Ausgleich zum 1:1. Es war das erste Spiel in dieser Saison, dass Barça in der Liga nicht gewinnen konnte.

          Gewinnen, das ist auch Juventus Turin gewohnt. Doch beim Comeback von Nationalspieler Sami Khedira reichte auch eine Führung nicht. Der frühere Dortmunder Ciro Immobile drehte die Partie noch für Lazio Rom. Und vorne zieht Spitzenreiter SSC Neapel so langsam auf und davon.

          Schwerer als gedacht tat sich Paris Saint-Germain in Dijon. Der Klub aus der Hauptstadt brauchte das zweite Tor von Thomas Meunier weit in der Nachspielzeit, nachdem das Heimteam zuvor mit einem spektakulären Volleyschuss ausgeglichen hatte. PSG bleibt so souveräner Tabellenführer.

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