Bundestag in Erfurt : Einig ist der deutsche Fußball nur im Verdrängen

Die WM-Affäre hält der deutsche Fußball unisono für abgehakt. Bei der Wiederwahl von DFB-Präsident Grindel aber zeigt sich trotz Einheitsbeschwörung ein Riss zwischen Profis und Amateuren.
Der Bericht des Präsidenten dauerte 36 Minuten. Für die Schatten des Sommermärchens hatte Reinhard Grindel ein paar Sekunden übrig, ganz kurz vor Schluss; in einem Nebensatz, als er den hauptamtlichen Mitarbeitern im Deutschen Fußball-Bund (DFB) dankte und auf das „Wechselbad der Gefühle“ zwischen WM-Gewinn 2014 und der WM-Affäre hinwies, dem sie ausgesetzt gewesen seien. Die Botschaft Grindels, die seinen Verband erschütternden Vorgänge nicht weiter zu verfolgen, kam bei den Delegierten an. Der Skandal um das Sommermärchen ist für Grindel und auch für den DFB abgehakt.





