WDR-Doku zur Fußball-WM : Beweise gegen Qatar

Wen hassen Spindoktoren wie die Pest? Benjamin Best. Die Recherchen des Journalisten korrigieren seit Jahren die Katalogversion der WM in Qatar, die die Herrscher von ihren Helferlein verbreiten lassen.
Wen hassen Schönredner und Spindoktoren wie die Pest? Anthony Modeste? Nein, natürlich Benjamin Best. Der deutsche Journalist sucht und findet Verstöße in Qatar, seit die FIFA die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 dorthin vergeben hat.
Mit seinen Recherchen – in der ARD-Mediathek ist vor einer Woche die vierteilige Dokuserie „Katar – WM der Schande“ (Autoren: Best, Robert Kempe, Jochen Leufgens) veröffentlicht worden – korrigiert er die Katalogversionen, die die reichen Herrscher von ihren Helferlein verbreiten lassen.
Als sich ihm Arbeitsmigranten aus Nepal anvertrauten – sie berichteten vom Bau des Stadions Al Bayt, wo Menschen sich verletzten oder sogar starben –, musste die FIFA 2019 erstmals eingestehen, dass auch auf WM-Baustellen Arbeitsstandards nicht eingehalten worden sind.
Man kann das nun für eine „Hund-beißt-Mann“- und keine „Mann-beißt-Hund“-Meldung halten – und trotzdem sagen: Solche Eingeständnisse sind die große Leistung des Journalisten Benjamin Best.
Denn er bringt fast Film für Film den Beweis, wie man in der autonomen und autokratischen Welt des Spitzensports manchmal doch etwas erreichen kann: mit Beweisen.






