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DFB-Nominierung : Löw setzt auf Can und ter Stegen

Soll künftig auch in Löws Team den Ton angeben: Emre Can Bild: dpa

Emre Can steht vor seinem ersten Auftritt im deutschen A-Nationalteam. Für die wichtigen EM-Quali-Spiele gegen Polen und Schottland nominiert Bundestrainer Löw auch vier Rückkehrer. Für einen Weltmeister ist die Zeit im DFB-Team wohl vorbei.

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          Tore bekam Joachim Löw nicht zu sehen bei seinem Kurzbesuch in London am Montag. Für Emre Can indes erwies sich das 0:0 zwischen dem FC Arsenal und dem FC Liverpool als eines der berühmten besseren Sorte. Den Bundestrainer nämlich bestätigte es in seinem Vorhaben, den 21 Jahre alten Mittelfeldspieler der „Reds“ in den Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele nächsten Freitag in Frankfurt gegen Polen sowie drei Tage später in Glasgow gegen Schottland zu berufen.

          „Emre hat sich in Liverpool gut entwickelt, er ist variabel, seine Präsenz und Dynamik gefallen uns“, ließ Löw am Freitag per Pressemitteilung verlauten. „Nun wollen wir ihn in den nächsten Tagen besser kennenlernen.“ Es dürfte spannend werden, was er daraus macht. Einen Spieler wie Can – kantig, körperlich robust und mit einer gewissen Alpha-Mentalität – hatte man in Löws Beuteschema seit einiger Zeit nicht mehr gesehen, vielleicht sogar ein wenig vermisst.

          Auch Marc-André ter Stegen und Kevin Volland sind nominiert

          Und auch wenn er es mit keinen geringeren Konkurrenten als Kapitän Bastian Schweinsteiger und dem in Dortmund frisch aufblühenden Ilkay Gündogan zu tun hat: Mittelfristig dürfte Can gute Aussichten haben, bei dem von Löw angekündigten Revirement seines zuletzt etwas saturiert wirkenden Teams eine Rolle zu spielen.

          Eingeladen, dabei mitzuhelfen, sind auch drei Rückkehrer. Wie erwartet nimmt Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona anstelle von Roman Weidenfeller die dritte Torwartposition ein. Wobei Löw wert darauf legte, dass die Plätze hinter Manuel Neuer keinesfalls numeriert seien, und die Tür damit auch für weitere Kandidaten – Kevin Trapp und Bernd Leno – ein Stück weit offen hielt.

          Wieder mit dabei sind auch Matthias Ginter (Dortmund) und Kevin Volland (Hoffenheim). „Wir wollen und werden nun einen Gang hochschalten“, kündigte Löw mit Blick auf die Tabellensituation an. Derzeit belegt das deutsche Team mit 13 Punkten Platz zwei hinter Polen (14) und vor Schottland (11).

          Das Aufgebot des DFB-Teams

          Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

          Abwehr: Jérôme Boateng (Bayern München), Emre Can (FC Liverpool), Matthias Ginter, Mats Hummels (beide Borussia Dortmund), Jonas Hector (1. FC Köln), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)

          Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Ilkay Gündogan, Marco Reus (beide Borussia Dortmund), Christoph Kramer (Bayer Leverkusen), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Manchester United)

          Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (VfL Wolfsburg), Kevin Volland (1899 Hoffenheim)

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