Stifter Julius Heyman : Die Beute unter den Museen aufgeteilt
Dem jüdischen Stifter Julius Heyman ist nach seinem Tod übel mitgespielt worden. Frankfurt nahm gerne sein Privatmuseum und seine Sammlungen, die nationalsozialistischen Stadtoberen hielten sich später aber nicht an die Abmachungen.
Julius Heyman hat Frankfurt ein Museum geschenkt. Die Stadt hat es ihm nicht gedankt: Heymans Privatmuseum wurde 1940 aufgelöst, seine Sammlung entgegen dem ausdrücklichen Stifterwillen aufgelöst. Vermutlich glaubten die damaligen nationalsozialistischen Stadtoberen, sich diesen Akt von Vertragsbruch und Untreue leisten zu können, weil Heyman Jude war. Noch im Nachhinein als bedrückend muss man es empfinden, dass auch die Kulturleute der Stadt, also die verantwortlichen Kuratoren und Museumsleiter, zustimmten, Heymans Sammlung auf mehrere Museen aufzuteilen. Jedes Haus bekam so ein Stück der Beute ab.





