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Sperrung des S-Bahn-Tunnels : Behinderungen sind unvermeidbar

  • -Aktualisiert am

Die Sperrung des S-Bahn-Tunnels ist unvermeidbar. Vielerorts wäre man beglückt, wenn überhaupt an den Verkehrswegen gebaut würde.

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          Angenehm ist die Sperrung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels für die Fahrgäste gewiss nicht. Für viele, die in die Innenstadt der Mainmetropole wollen, wird es während der Sommerferien schwieriger werden, ihr Ziel zu erreichen. Aber nicht unmöglich. Denn es gibt in Frankfurt genug andere Verkehrsmittel, um sich fortzubewegen. Man kann mit der U-Bahn oder mit der Straßenbahn in die City fahren. Auch das Fahrrad empfiehlt sich. Übrigens auch für Pendler. Sie können eines der Leihräder nehmen, die in großer Zahl zur Verfügung stehen werden.

          Leider ist während des Ausfalls des S-Bahn-Tunnels in Frankfurt auch die Linie U5 auf der Eckenheimer Landstraße unterbrochen. Dort hatte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt eigentlich ein Jahr früher mit dem Bau zweier Hochbahnsteige beginnen wollen. Doch es gab Probleme beim Genehmigungsverfahren, so dass sich das Projekt verzögerte. Bei der Planfeststellung und auf hoher See ist man in Gottes Hand, wissen die Fachleute.

          Baumaßnahmen sind ein Fortschritt

          Die sechswöchige Sperrung des S-Bahn-Tunnels wird Rhein-Main verkraften. Schon während der beiden vorherigen Sperrungen lief der Verkehr dank der ausgeklügelten Ersatzangebote halbwegs ordentlich weiter. Man muss der Bahn dankbar sein, dass sie ein modernes Stellwerk baut, bevor das alte ausgefallen ist. Überhaupt darf Frankfurt froh sein, dass der Konzern 90 Millionen Euro in dieses Projekt investiert und gleichzeitig noch einige etwas heruntergekommene Stationen wie die Hauptwache modernisiert. In vielen Regionen Deutschlands wäre man beglückt, wenn die Bahn Erneuerungen in Angriff nähme.

          Projekte wie das neue Stellwerk müssen sozusagen am offenen Herzen vorgenommen werden. Dass es dabei zu Behinderungen kommt, lässt sich nicht verhindern. Das gilt auch für Straßenbauprojekte. Viel zu lange hat man in Deutschland die Straßen dem Verschleiß ausgesetzt. Wenn jetzt endlich auf Autobahnen und Landstraßen, aber auch auf den städtischen Verkehrswegen Sanierungsmaßnahmen in Gang kommen, ist das ein Fortschritt. Auch wenn dadurch der Verkehr zuweilen stockt.

          In Frankfurt werden wegen der guten Konjunktur und wegen des allgemeinen Wachstums der Stadt darüber hinaus vor allem in der Innenstadt jede Menge neue Gebäude errichtet. Deshalb stecken die Autofahrer seit Monaten hier häufig im Stau. Das ist ein Luxusproblem. Schlimmer wäre es, wenn die Bautätigkeit eingestellt und Frankfurt schrumpfen würde.

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