Queen-Konzert in Frankfurt : Königliche Anmut

„Ei Gude, wie?“ hat Gitarristen-Urgestein Brian May das Publikum begrüßt. Zusammen mit Adam Lambert hat Queen in der Frankfurter Festhalle gastiert. Die Inszenierung war perfekt.
Es geht doch nichts über eine perfekte Inszenierung: „Thank you for giving me a chance“, bedankt Adam Lambert sich bescheiden und weiß doch, dass ihm frenetische Zustimmung sicher ist. Wagemut besitzt er ja, der 33 Jahre alte Amerikaner mit der perfekten Mehroktavenstimme, der vor sechs Jahren den zweiten Platz in der Castingshow „American Idol“ belegte und seither eine recht erfolgreiche Solokarriere hingelegt hat. Er tritt in die übergroßen Fußstapfen des 1991 gestorbenen Freddie Mercury und muss zwischendurch einen richtigen Spurt hinlegen. Beim rasant schnellen Hardrock-Kracher „Stone Cold Crazy“ etwa, der nach dem kraftvollen Auftakt „One Vision“ demonstriert: Queen gehören, trotz des Alters der Veteranen - Schlagzeuger Roger Taylor ist 65, Gitarrist Brian May gar schon 67 Jahre alt -, noch lange nicht zum alten Eisen. Was sollen zwei Multimillionäre auf ihre alten Tage sonst auch anstellen? Der Lebensabend als Rock-Ikone lässt sich doch kaum schöner verbringen als auf einer wochenlangen Tournee mit allabendlichem Verausgaben.





