FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Jo van Nelsen :
Durchs Schlüsselloch

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Jo van Nelsen
Jo van NelsenAlexandra Rauf

Seine 35 Jahre auf der Bühne feiert Jo van Nelsen mit frivolen Chansons: In der Frankfurter Käs bietet er einen Abend voll frecher Lieder – gegen die neue Prüderie.

Alles schon mal da gewesen. Schon 1910 dichteten Professoren Goethes Ballade „Der König von Thule“ um, weil sie sich gar unsittlich, also politisch unkorrekt, auf „Buhle“ reimte. Jedenfalls in dem Chanson, das Jo van Nelsen in seinem neuen Programm zum Besten gab. Drei Jahre hat der Frankfurter Kleinkünstler an diesen rund hundert Minuten gearbeitet, bevor er die Brettlbühne der ausverkauften Käs betrat und sein Publikum mit seinen „frivolen Chansons“ zu Begeisterungsstürmen hinriss. Mit seinem „Blick zurück durch’s Schlüsselloch“ hat sich van Nelsen zu seinem 35. Bühnenjubiläum selbst beschenkt. Mit 56 blickt er nun zurück bis ins deutsche Kaiserreich, und mit seinem Idol Helen Vita bewegt er sich singend und conférierend vorwärts bis in die Sechzigerjahre, in denen er geboren wurde.

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