Kriegerdenkmäler :
Erklären statt heroisieren

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Stummer Zeuge: Der Obelisk auf dem Preungesheimer Friedhof ist gut erhalten. Viele Besucher wissen allerdings gar nicht, wofür er steht.
Stummer Zeuge: Der Obelisk auf dem Preungesheimer Friedhof ist gut erhalten. Viele Besucher wissen allerdings gar nicht, wofür er steht.Wonge Bergmann

In den Frankfurter Stadtteilen erinnern 20 Denkmäler an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Informationstafeln sollen nun den geschichtlichen Kontext darstellen. Ein Beispiel aus Preungesheim.

Das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof Preungesheim ist 1884 errichtet worden – 13 Jahre nach dem Sieg Preußens und seiner verbündeten deutschen Staaten über Frankreich. Der gut erhaltene Sandstein-Obelisk stellt somit kein Trauer-, sondern ein Siegesmal dar. Deshalb stand er ursprünglich auch nicht auf dem Gottesacker, sondern mitten im damals noch selbständigen Preungesheim, an der Homburger Landstraße Ecke Weinstraße. 1961 musste er wegen Straßenumbauten weichen und fand seinen jetzigen Platz auf dem Friedhof.

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