Zu jung für die Uni? :
Probieren geht vor Studieren

Von
Birgitta vom Lehn
Lesezeit:
Orientierung gesucht und gefunden: Maya Gutewort
Orientierung gesucht und gefunden: Maya GutewortLucas

Die Abiturienten werden immer jünger. Das „Gap Year“ zwischen Schule und Hochschule wird populärer. Inzwischen bieten auch viele Unis Orientierungsjahre an. Mancherorts für richtig viel Geld.

Die Generation Turbo-Abi verlässt früh die Schulbank. Danach stehen viele vor der Frage: Wie weiter? Bei rund 7500 Bachelor-Studiengängen, 910 dualen Studiengängen und mehr als 260 Ausbildungsberufen wird die Wahl schnell zur Qual. Ein Orientierungsjahr nach dem Abitur einzuschieben, wird daher immer populärer. „Gap Year“, also Lücken-Jahr wird es im Fachjargon auch genannt, wenn Schulabsolventen, die sich noch nicht reif für die Uni fühlen, freiwillig eine Pause einlegen. Programme wie „Work & Travel“ boomen. Henning Böttcher, 20 Jahre alt, ist zum Beispiel nach seinem Abitur im September 2011 erst einmal nach Australien aufgebrochen und hat dort auf einer Farm gearbeitet. „Ich wollte mich selbst sehr genau kennenlernen. Meine Interessen sind weitläufig, ich habe zwar ein naturwissenschaftliches Abitur gemacht, hätte mir aber auch im kulturellen Bereich etwas vorstellen können, weil ich in der Schulband gespielt habe.“

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