Commerzbank-Restrukturierung : Was denn noch?

Die Restrukturierung der Commerzbank trägt Früchte – die Zahlen sind gut, aber die Investoren wollen mehr und strafen jede Schwäche ab.
Manfred Knof kann man nicht vorwerfen, bei der Rosskur, der er die Commerzbank unterzieht, viel falsch zu machen. Nach den ersten sechs Monaten steht unterm Strich schon mehr als eine Milliarde Euro Gewinn in den Büchern.
Selbst der Rückstellungsbedarf für die Frankenkredit-Rechtsrisiken bei der polnischen Tochtergesellschaft M-Bank hält Knof und seine Finanzchefin Bettina Orlopp nicht auf, das Vorjahresergebnis von 1,4 Milliarden Euro kräftig zu übertreffen – die Frage ist nur, wie hoch.
Steigende Kosten
Mittlerweile muss man den Investoren fast vorwerfen, das Haar in der Suppe zu suchen. Und auch im Zwischenbericht zum zweiten Quartal fanden sie dann welche. Im zweiten Halbjahr werde die Commerzbank wohl nicht ganz an die Erfolge der ersten Jahreshälfte anknüpfen können, und: Die Kosten werden steigen.
Das bislang gute Ergebnis führt naturgemäß dazu, dass auch die Bonuszahlungen für Mitarbeiter mit variabler Vergütung steigen werden. Knof selbst zeigt sich optimistisch, dass der Markt die Erfolge bald einpreisen wird. Besänftigen kann er die Investoren aber wohl nur mit dem nächsten Aktienrückkauf.






