Nord LB nach Sanierung : Neider als Eigner

Die Eigentümerstruktur der Nord LB müsste begradigt werden. Doch die Sparkassen sind leider nicht bereit, sich für Private-Equity-Investoren zu öffnen. Dabei würde sich das gerade bei der Nord LB jetzt lohnen.
Seit 2022 ist Jörg Frischholz Vorstandschef der Nord LB, seither hat der Sanierungsfall des Jahres 2019 Tritt gefasst. Das ist nicht allein Frischholz’ Verdienst, es waren für viele Banken dank des Endes der Niedrigzinsphase gute Jahre.

Solche Neider finden sich seit 2019 auch im Eignerkreis, denn die 3,8 Milliarden Euro teure Rettung ließ sich nicht allein mit norddeutschen Mitteln stemmen. Die gesamte deutsche Sparkassengruppe einschließlich der Landesbankenkonkurrenz von LBBW, Bayern LB und Helaba sitzt bei der Nord LB als Entscheidungsträger mehr oder weniger direkt mit am Tisch. Es wäre an der Zeit, diese Eignerstruktur zu begradigen – etwa indem Private-Equity-Investoren mit privatem Geld Sparkassen ablösen. Aber davor scheut die öffentlich-rechtliche Finanzgruppe leider zurück. Dabei ließe sich nach der Sanierung ein hübscher Gewinn im Firmenwert der Nord LB realisieren.






