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Krise der Greensill Bank : War die Bafin zu langsam?

Eingang der Greensill Bank in Bremen Bild: EPA

Der Bankenverband setzt die Finanzaufsicht unter Druck: Er hat sie schon Anfang 2020 über die Probleme bei der Greensill Bank unterrichtet. Vor allem Kommunen drohen nun herbe Verluste.

          5 Min.

          Auch im Fall der Greensill Bank steht die Finanzaufsicht Bafin nun in der Kritik. Das Feuer eröffnete am Donnerstag der Bundesverband deutscher Banken (BdB), dessen Prüfungsverband die Bafin schon Anfang 2020 auf das Klumpenrisiko gegenüber Unternehmen aus dem Reich des britischen Stahlmagnaten Sanjeev Gupta der nun geschlossenen Bank hingewiesen hat. Der Prüfungsverband überwacht private Banken in der Einlagensicherung des BdB und setzt die Regeln.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          „Das Management der Greensill Bank hat sich offensichtlich nicht an diese Regeln gehalten“, sagte ein BdB-Sprecher und verwies auf die von dem in Bremen sitzenden Institut forcierte Ausweitung des Geschäftsvolumens. Seit dem Jahr 2015 hat die Greensill Bank ihre Bilanzsumme von 353 Millionen auf zuletzt 4,5 Milliarden Euro vervielfacht, hauptsächlich über den Ankauf von Forderungen der mit Gupta verbundenen GFG Alliance Group. „Es war der Prüfungsverband, der die Bafin schon Anfang 2020 auf die Probleme der Greensill Bank hingewiesen hat“, sagte der BdB-Sprecher.

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