Konzerne in der Krise : Keine Lust auf Luxus

Der Aufstieg der chinesischen Mittelschicht und die Einschränkungen der Corona-Zeit haben viele Luxusmarken beflügelt. Doch jetzt steckt die Branche in der Krise. Das liegt nicht an den Superreichen.
Eine Zeit lang schien es, als könne es mit dem Luxus nur noch bergauf gehen. Es war, als rissen sich die Kunden geradezu darum, den exklusivsten Marken dieser Welt ihr Geld geben zu dürfen. Nach zwei Jahren immer wiederkehrender Lockdowns und Reisebeschränkungen waren die Portemonnaies gut gefüllt, man wollte sich endlich wieder etwas gönnen, die wiedergewonnene Freiheit feiern. Und so hatte der Markt für Luxusgüter nach einem kurzen, heftigen Einbruch das Vorkrisenniveau sogar übertroffen. Die Unternehmen und Konzerne, die hinter all den schönen Handtaschen, Uhren und Kleidern stecken, freute das. Das französische Konglomerat LVMH, das Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior und Tiffany unter seinem Dach vereint, war in 2023 zwischenzeitlich gar zum wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen.
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