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Prognosen gesenkt : Kurs der Vapiano-Aktie auf Allzeittief

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Beim Börsengang sah die Lage für Vapiano noch besser aus. Bild: reuters

„Fast casual“ essen: keine Imbissbudenqualität, aber dennoch günstig und schnell. Das ist der Anspruch von Vapiano. Derzeit geht es aber vor allem mit dem Aktienkurs schnell abwärts. Und günstig ist die Aktie trotzdem nicht.

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          Der Aktienkurs der Restaurantkette Vapiano steht am Mittwoch stark unter Druck. Nachdem das Unternehmen die Umsatz- und Gewinnprognose gesenkt hat, gibt die Notierung um mehr als 16 Prozent auf ein Allzeittief von 15,10 Euro nach. Die seit Juni 2017 an der Börse notierten Papiere befanden sich schon seit Jahresbeginn im Abwärtstrend. Mit den Verlusten des Tages summiert sich das Minus in diesem Jahr auf knapp 40 Prozent.

          Die Aktien wurden vor etwas mehr als einem Jahr für 23 Euro je Stück plaziert. Von diesem Niveau ging es nur wenig nach oben. Anfang 2018 hatten die Papiere mit 25,20 Euro ihren Höchststand mit einem Börsenwert von rund 600 Millionen Euro erreicht. Davon sind jetzt noch rund 360 Millionen übrig.

          Vapiano hatte am Dienstagabend nach Börsenschluss die Ziele für den Umsatz, das Wachstum und das operative Ergebnis wegen der schwächeren Entwicklung in Schweden gekappt. Zudem habe der außergewöhnlich lang anhaltende Hochsommer zu Besuchsrückgängen in den europäischen Innenstädten geführt.

          Die Restaurantkette erwartet für 2018 nur noch einen Nettoumsatz von 385 bis 400 Millionen Euro statt 390 bis 420 Millionen. Der bereinigte operative Gewinn soll nur noch bei 42 bis 47 statt 48 bis 54 Millionen Euro betragen. Spätestens zum ersten Quartal 2019 soll sich das schwedische Gemeinschaftsunternehmen wieder positiv entwickeln. 2020 soll konzernweit ein Gewinn erzielt werden. Im Vorjahr betrug das Minus rund 30 Millionen Euro bei einem Umsatz von rund 325 Millionen.

          Die Privatbank Berenberg sprach in einer Studie von einem „Schweden-Schock“ und senkte die Einstufung von „Buy“ auf „Hold“. Analyst Stuart Gordon senkte das Kursziel von 29 auf 17,50 Euro. Kepler-Cheuvreux-Experte Nikolas Mauder setzte seine Bewertung nach der Mitteilung vom Dienstagabend erst einmal aus.

          Bislang rechneten Analysten im Durchschnitt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr von 85 und für das kommende Jahr von 43. Günstig ist das nicht und so kann die Intensität des Kursrutsches nicht überraschen.

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