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Lieferdienste an der Börse : Pizza und Pasta fürs Depot

Auch lecker für das eigene Depot? Bild: YourPhotoToday/PM

Die Menschen geben mehr fürs Essen aus. Entsprechend ambitioniert sind Lieferdienste wie Delivery Hero oder Takeaway an der Börse gestartet. Wer schlägt sich am besten?

          5 Min.

          Essen und Trinken hält nicht nur Leib und Seele zusammen, sondern seit Jahren auch die Depots vieler Anleger. Aktien von Nahrungsmittelherstellern haben selbst in schwächeren Konjunkturphasen eine ordentliche Rendite versprochen, vor allem wegen einer stets saftigen Dividende. Doch haben die Kurse der als solide geltenden Aktien in jüngster Vergangenheit ungewohnt stark geschwankt. Eine Reihe von Konzernen musste vor allem dem gesellschaftlichen Trend zu gesünderer Ernährung Tribut zollen, beispielsweise der Ketchup-Konzern Kraft Heinz, der Brausehersteller Coca-Cola oder der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Von einem anderen Ernährungstrend profitieren dagegen Unternehmen, die keine Lebensmittel produzieren, sondern mit Gerichten Geld verdienen. Schwer im Kommen sind digitale Plattformen, die Essensbestellungen annehmen, weiterleiten und oft auch ausliefern, oder Portale, die portionierte Zutaten samt dazugehöriger Rezeptur offerieren. Die größten dieser Portale sind in den Jahren 2016 und 2017 an die Börse gegangen: die Lieferdienste Takeaway aus den Niederlanden (hierzulande unter der Marke Lieferando bekannt) und Delivery Hero aus Deutschland (Lieferheld, Pizza.de, Foodora), zudem der Berliner Kochboxenversender Hello Fresh. Auch die Restaurantkette Vapiano wagte sich im Sommer 2017 an die Börse, allerdings ist deren Kursentwicklung ein Desaster. Der Aktienkurs liegt mehr als drei Viertel unter dem Emissionspreis.

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